Noch nicht lange war ich auf dieser schönen Erde, als ich meine ersten Flugstunden als kleiner Spatz gemeistert hatte. Meine Flüge waren zwar noch nicht perfekt, aber Abstürze gehörten der Vergangenheit an. Da ich Abenteuer liebte und ebenso wie mein bester Freund ein Draufgänger war, fragte ich ihn, was ich als flugtauglicher Vogel nun unternehmen könnte. Begeistert empfahl er mir, eine Reise in die Stadt anzutreten.
Noch nicht lange war ich auf dieser schönen Erde, als ich meine ersten Flugstunden als kleiner Spatz überwältigt hatte. Meine Flüge waren noch nicht perfekt, jedoch war keine Rede von einem Absturz mehr. Da ich Abenteuer liebte und, ebenso wie mein bester Freund, ein Draufgänger war, fragte ich ihn, was ich nun als flugtauglicher Vogel unternehmen könnte. Begeistert empfahl er mir, eine Reise in die Stadt anzutreten.
Doch anschliessend warnte er mich, dass es dort viel lauter und hektischer als hier sei. Die Luft wäre auch schlimm und es gäbe fast keine Natur. Deshalb benannte er die Stadt «grauen Unterwelt». Ich ignorierte die Warnungen und machte mich am frühen Morgen auf den Weg.
Mir wurde erzählt, dass sich die Stadt im Osten befand, somit konnte ich der blutroten Sonne, welche gerade am Horizont aufging, in den Horizont. Es war eine lange Reise und ich überflog Wälder, Täler und Dörfer. Ich hatte bereits fast alle Hoffnungen verloren, doch als ich von der Ferne viele hohe Häuser erblickte und das Gehupe von zahlreichen Autos unter mir hörte, wusste ich: „Ich bin angekommen!“
Neugierig erkundete ich jede Gasse. Überall sah ich Müll und Menschen. Auch der Gestank, gemischt aus Abgas und anderen Düften, war neu für mich. Nach einer Weile entdeckte ich andere Vögel in einem Park, welche gerade dabei waren, etwas vom Boden aufzupicken. Da ich von der langen Reise grossen Hunger hatte, freute ich mich auf Regenwürmer oder etwas in dieser Art. Doch mich traf es tief, als ich sah, dass die armen Vögel nur Abfallreste und altes Brot frassen.
Als wäre das nicht schon genug gewesen, hörte ich gefährlich schnelle und laute Schritte, die auf mich zukamen. Es war ein kleines Kind, welches offensichtlich viel Spass daran hatte, mir einen riesigen Schreck einzujagen, um mich anschliessend zu verscheuchen.
In der Zwischenzeit war ich erschöpft und hungrig. Ich wollte mich auf einem Baum ausruhen, doch tragischerweise war weit und breit kein Fleck Natur zu sehen. Auf dem Boden wimmelte es nur von Gefahren. Es war ein Lärm, der sich aus Menschenstimmen, Autohupen, Motoren und Musik bildete.
Für mich war das alles zu viel und ich wollte möglichst schnell nach Hause in die schöne, ruhige Natur. Hektisch flog ich durch die Strassen, doch die Stadt war wie ein Labyrinth für mich. Ich wusste nicht, wie ich aus dieser grauen Unterwelt entkommen sollte! Panisch und kopflos flog ich im Kreis, bis ich plötzlich die Stimme meines besten Freundes hörte. Mir fiel ein Stein vom Herzen, als ich ihn sah, denn ich wusste, dass er sich auskennt und uns sicher nach Hause bringen würde.
Wie es sich herausstellte, war er mir die gesamte Zeit gefolgt, denn er wusste, wie gefährlich die Stadt für Tiere sein kann.
Als ich mich endlich wieder in meinem Nest befand, war ich traurig, aber auch glücklich. Meine Trauer bildete sich, wenn ich an die Vögel in der Stadt dachte und wusste, dass es in der Zukunft immer mehr Städte und weniger Natur geben würde. Eine Katastrophe für die Natur und uns Tiere. Dennoch war ich froh, dass ich diesen Ausflug angetreten hatte, denn ich hatte viel erlebt und die Stadt kennengelernt. In Zukunft würde ich die Natur, in welcher ich lebe, noch viel mehr schätzen und geniessen.
Dieser Text ist im Wahlfach Bloggen 24/25 von Neville entstanden.

