Eines Tages sah ein Mann, der um Mitternacht am Strand spazierte, etwas auf dem Wasser glänzen. Als er sich dem Objekt näherte, wurde ihm klar, was es war. Bei diesem Gegenstand handelte es sich um einen Stift. Da der Stift teuer aussah, steckte er ihn in die Tasche und ging weiter. Doch der Mann wusste nicht, dass dieser Stift allen Unglück brachte, die ihn benutzten.
Am nächsten Morgen, auf dem Weg zur Arbeit, entdeckte der Mann den Stift wieder in seiner Jackentasche. Er nahm ihn mit ins Büro. Während er arbeitete, fragte ihn sein Chef: „Haben Sie einen Stift?“ Der Mann nickte und reichte ihm den Stift. Doch der Chef nahm ihn nicht, sondern sagte nur: „Unterschreiben Sie bitte dieses Dokument.“ Dann drehte er sich um und ging.
Fünf Minuten später bekam der Mann plötzlich Bauchschmerzen. Auch musste er ununterbrochen niesen, fühlte sich schlapp, arbeitete aber trotzdem weiter. Eine Stunde später rannte er zur Toilette, weil es ihm so schlecht ging. Als er zurückkam, bat er seinen Chef, früher gehen zu dürfen. Doch der sagte nur: „Sie haben heute kaum gearbeitet. Gehen Sie nach Hause und machen Sie morgen Homeoffice.“
Auf dem Heimweg entdeckte der Mann 100 Franken auf dem Boden. Niemand war in der Nähe. Er überlegte: „Niemand sieht mich. Die einfachsten 100 Franken meines Lebens.“ Am Ende entschied er sich, das Geld zu nehmen.
Kaum hatte er es eingesteckt, trat ein alter Mann auf ihn zu und fragte: „Haben Sie hier 100 Franken gesehen? Ich brauche sie für meine Medikamente.“ Der Mann log: „Nein“, und ging weiter.
Als er das Geld nahm und in seine Tasche steckte, kam ein alter Mann zu ihm und fragte „Haben Sie hier 100 Franken gesehen? Ich brauche es für meine Medikamente.“ Der Mann sagt nein und geht weiter.
Gerade als der Mann um die Ecke gehen wollte, kam ein Kameramann zu ihm, dann ein Mann mit einem Mikrofon und noch andere Leute. Sie sagen, dass es ein soziales Experiment sei.
Der Mann erschrak, warf die 100 Franken weg und rannte so schnell er konnte davon. Als er vor seiner Haustür ankam, merkte er, dass er seinen Schlüssel verloren hatte. Er kehrte zu dem Ort zurück, wo er das Geld weggeworfen hatte, weil er hoffte, dass dort auch der Schlüssel liegen könnte. Er suchte den ganzen Boden ab, fand ihn aber nicht.
Während er weitersuchte, kam ihm ein alter Mann entgegen. Er fragte ihn, ob er den Schlüssel gesehen hätte. In diesem Moment wurde ihm klar, dass es der alte Mann des Sozialexperiment-Teams war. Der Mann war schockiert und konnte nichts sagen.
Jetzt kamen auch die restlichen Mitglieder der Gruppe auf ihn zu, und er rannte davon, um nicht im Internet zu landen. Zwei Teammitglieder folgten ihm, riefen ihm etwas hinterher. Er rannte weiter, aus Angst, sie würden die Polizei holen. Schliesslich gaben die Verfolger auf.
Der Mann rief einen Schlosser, um die Haustür öffnen zu lassen. Während er wartete, suchte er mit seinem Handy nach dem YouTube-Kanal der Experimentmacher. Doch er bemerkte nicht, dass der Akku fast leer war. Kurz bevor der Schlosser kam, ging das Handy aus.
Der Schlosser fragte nach einem Beweis, dass ihm das Haus gehöre. Der Mann erklärte, sein Handy sei leer und er habe keine Papiere dabei. Eine Nachbarin bestätigte dann, dass er dort wohne. So gelangte er schliesslich ins Haus.
Doch er hatte immer noch starke Bauchschmerzen und ging direkt ins Badezimmer. Dort setzte er sich und schlief ein. Als er aufwachte, war es schon Mittag. Er war zu spät dran! Schnell putzte er sich die Zähne, duschte kurz, zog sich an und rannte zur Arbeit.
Doch vor der Tür stellte er fest, dass sie geschlossen war. Er wartete eine Weile und dann rief er den Chef an. Der sagte: „Heute ist Sonntag.“
Der Mann dachte zuerst, der Chef mache einen Scherz. Doch als der Chef nicht lachte, wurde ihm klar, dass es stimmte. Er schaute aufs Handy, tatsächlich: Samstag. Der Chef sagte, er solle von zu Hause aus arbeiten. Also tat er das.
Doch der Mann verstand die Welt nicht mehr. Er hatte keine Ahnung, was am vorhergehenden Tag passiert war und warum. Er dachte nach und erinnerte sich an den Stift, den er am Strand gefunden hatte. Konnte das alles wegen eines kleinen Stifts passiert sein?
Zu Hause suchte er nach dem Stift und fand ihn in der Tasche seiner Jacke. Ohne zu zögern, warf er ihn in den Müll.
Am nächsten Tag lag der Stift wieder auf seinem Tisch. Verwirrt fragte er sich: „Wie kam er hierher?“ Also warf er ihn aus dem Fenster.
Doch später, als er das Zimmer betrat, lag der Stift wieder da.
Verwirrt ging er zum Strand zurück, genau an den Ort, an dem er ihn gefunden hatte, und legte ihn dort ab.
Er drehte sich um und ging. Doch als er sich noch einmal umsah, lag der Stift wieder hinter ihm. So als würde er ihn nie loswerden können.

