Monatsrückblick Mai 2025

In diesem Text berichte ich von zwei ereignisreichen Wochen im Mai. Zuerst wurde ich krank, mit starker Mittelohrentzündung und einem schmerzhaften Nagelbruch. Doch kurz darauf erlebte ich ein ganz besonderes Wochenende beim Metal-Festival Rock the Hell, das trotz aller Aufregung zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde.

Mittelohrentzündung und Nagelbruch (12. bis 18. Mai)

Eigentlich bin ich so gut wie nie krank, aber in der Woche vom 12. bis 18. Mai hat es mich richtig erwischt.

Am Montag war noch alles in Ordnung, bis ich am Abend starke Kopfschmerzen bekam. Ich dachte mir nicht viel dabei, da ich immer wieder Migräne habe. Aber als ich am nächsten Morgen aufwachte und so starke Halsschmerzen hatte, dass ich kaum reden konnte, war mir klar, dass ich nicht zur Schule gehen konnte.

Ich meldete mich ab und legte mich wieder schlafen. Ich dachte, es würde schnell vorbeigehen, und tatsächlich ging es mir im Laufe des Tages etwas besser. Doch am Abend kamen die Kopfschmerzen zurück.

Am Mittwochmorgen fühlte ich mich zwar nicht ganz fit, aber der Tag sollte ohnehin entspannt werden. Wir sollten wichtige Infos zum Projekt bekommen, das wollte ich nicht verpassen.

Doch am Abend ging es mir wieder schlechter, vor allem auf der rechten Seite hatte ich starke Hals- und Ohrenschmerzen. Mein Ohr fühlte sich an, als sei etwas darin, das sich bewegte. Ich erzählte das meiner Mutter und wir vereinbarten einen Termin beim Arzt.

Am Donnerstagmittag ging ich dann dorthin. Mir wurde etwas Blut abgenommen für einen Test und ich wartete in einem Zimmer, bis die Ärztin kam. Als sie eintraf, schilderte ich ihr meine Beschwerden und sie untersuchte meine Ohren. Sie stellte eine Mittelohrentzündung fest. Das Gefühl, dass sich etwas im Ohr bewege, käme von einem kleinen Loch im Trommelfell, durch das Flüssigkeit ablaufe.

Als sie meinen geschockten Blick sah, beruhigte sie mich: Das sei unbedenklich und würde von selbst wieder zuwachsen. Ich solle einfach drei Wochen lang den Kopf nicht unter Wasser tauchen. Sollte ein solches Loch allerdings mehrmals im Jahr auftreten, müsse ich zu einem HNO-Arzt, da es sonst zu Hörverlust kommen könne.

Schmerzhafter Nagelbruch

Am Samstag ging es mir wieder besser und am Abend gingen wir auf den Geburtstag des Göttibuben meiner Mutter. Dort passierte dann schon das nächste Unglück:

Ich wollte mit der Schwester des Geburtstagskinds in den Keller, um Getränke zu holen. Sie zog an meinem Arm und ich verlor das Gleichgewicht. Ich stürzte eine Treppenstufe hinunter und prallte frontal mit dem Fingernagel gegen eine Wand.

Der Nagel fing sofort an zu bluten und schmerzte stark. Wir gingen wieder nach oben, ich hielt den Finger unter kaltes Wasser und wir legten einen Verband an. Der Nagel war bis über die Hälfte abgelöst, heilte zum Glück aber gut.

Rock the Hell (23. und 24. Mai)

Am Freitagabend fuhr ich mit dem Zug zu meinem Freund, nur dass ich dieses Mal nicht direkt zu ihm fuhr, sondern zu einem Musikfestival in der Nähe.

Er arbeitet dort jedes Jahr an der Kasse, zusammen mit seiner Mutter. Dieses Jahr fragten sie mich, ob ich auch kommen wolle. Bei der Gelegenheit, Zeit mit meinem Freund zu verbringen, konnte ich natürlich nicht Nein sagen. Man hatte mir gesagt, dass die Leute dort freundlich seien, verschiedenste Metal-Bands durchgehend auftreten würden und wir uns auch ab und zu eine Show ansehen könnten.

Ich freute mich sehr, war aber auch ziemlich nervös. Grosse Menschenmengen machen mir manchmal zu schaffen und an der Kasse würde ich vielen Leuten begegnen.

Als ich mit dem Bus ankam, sah ich schon meinen Freund, der mich mit einer Umarmung begrüsste. Gemeinsam gingen wir zum Festivalgelände. Schon von der Bushaltestelle aus konnte man die Musik hören. Er hatte nicht übertrieben, als er sagte, es sei mitten im Nirgendwo.

Auch seine Mutter begrüsste mich herzlich und erklärte mir die Kassenabläufe. Es gab zwei Farben für die Bändchen: ein blaues für Freitag und ein rotes für beide Tage oder nur Samstag. Man legt das Band am Arm der Besucher an, zieht es so fest, dass noch ein Finger dazwischen passt, und verschliesst es dann.

Am Freitag hatte ich die grösste Besucherwelle verpasst, also konnten mein Freund und ich uns einige Shows ansehen. Die Stimmung war grossartig. Wir hielten uns im hinteren Teil der Menge auf, um Moshpits zu vermeiden und schnell wieder rauszukommen. Dort gab es auch einen kleinen Stand, an dem Bands ihren Merch verkauften.

Wir kauften uns dort beide das gleiche T-Shirt als gemeinsame Erinnerung, weil uns das Motiv gefiel: ein abgebildeter Skelett-Torso.

Was ich vorher nicht wusste: Die Auftritte fanden in einer alten, umgebauten Scheune statt. Die Kasse war direkt vor dem Eingang, unter einem Zelt. Das hatte Stil und gab dem Festival eine besondere Atmosphäre. Es war richtig cool!

Ich werde nächstes Jahr sehr wahrscheinlich wieder hingehen, auch wenn es anstrengend war. Ich hatte eine tolle Zeit mit freundlichen Menschen und grossartiger Musik.

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