In den Frühlingsferien im April hatte ich ein paar besondere Erlebnisse, von denen ich euch erzählen möchte. In der ersten Ferienwoche durfte ich vier Tage lang im Park Hotel Vitznau schnuppern. Ich war an verschiedenen Stationen im Hotel eingesetzt, was sehr spannend war.
1. Tag – Housekeeping
Ich bin um 10.00 Uhr zur Rezeption gegangen und habe nach Eceterina gefragt. Ich wurde dann in ein Büro gebracht, wo ich mit ihr auf Englisch sprechen musste, da sie leider kein Deutsch kann. Sie hat mir kurz erklärt, was ich an diesem Tag machen werde. Danach hat mich eine andere Mitarbeiterin abgeholt. Es war eine Französin, die ebenfalls kein Deutsch sprach. Also habe ich den ganzen Tag Englisch gesprochen, was zwar ungewohnt, aber nicht schlimm war.
Sie hat mir erklärt, wie die Abläufe im Housekeeping funktionieren, welche Apps sie nutzen und wie alles funktioniert. Danach haben wir gemeinsam ein Zimmer geputzt. Während des Putzens hat sie mir immer wieder etwas gezeigt und erklärt, wie man es im Hotel richtig macht.
Bis 15.00 Uhr war ich dort und dann durfte ich nach Hause. Ich habe bei meinem Freund übernachtet, weil er näher wohnt und ich so nicht jeden Tag zwei Stunden pendeln musste.
2. Tag – Service
Am zweiten Tag war ich im Service eingeteilt. Zuerst wurde ich kurz durch die Küche und das sogenannte Backoffice geführt. Dort bereiten die Kellner:innen schnell Kaffee oder andere Getränke zu.
Dann wurde mir erklärt, wie man Gäste bedient und worauf man achten muss. Danach durfte ich beim Zimmerservice mithelfen. Wir haben die Trolleys mit den Bestellungen vorbereitet und sie dann auf die Zimmer gebracht. Nach etwa einer Stunde haben wir die Trolleys wieder abgeholt, neu gedeckt und für das Mittagessen vorbereitet.
Als wir damit fertig waren, habe ich draussen auf der Terrasse mitgeholfen. Ich habe Servietten gefaltet, Besteck poliert und durfte auch mal etwas zum Tisch bringen, z. B. Brot oder Kaffee.
Zum Schluss durfte ich sogar einen Mocktail selbst machen. Das war erstaunlich einfach, weil mir genau gesagt wurde, wie viel ich von allem nehmen muss. Allein hätte ich es aber sicher nicht hinbekommen. Um 15 Uhr durfte ich dann nach Hause.
3. Tag – Rezeption
Am dritten Tag war ich an der Rezeption. Als ich ankam, haben sie mir extra einen Stuhl gebracht. Leider konnte ich dort nicht viel selbst machen. Man hat mir erklärt, was sie an der Rezeption so alles tun. Eine Checkliste abhaken, eine Übergabeliste für die nächste Schicht schreiben, mit den Geburtstagen von Gästen und Personal sowie dem Wetter (falls ein Gast danach fragt).
Bedauerlicherweise wurde ich ziemlich oft allein gelassen, weil die Mitarbeitenden neue Gäste aufs Zimmer bringen und das Gepäck mitnehmen mussten. Ausgerechnet dann kamen Gäste zu mir, weil ich mit Uniform an der Rezeption sass. Manche sind sogar hinter den Tresen gekommen, um mir etwas zu zeigen.
Ich habe versucht, höflich auf Englisch zu erklären, dass ich nicht hier arbeite, auch wenn ich an der Rezeption sitze, und ihnen nicht helfen kann. Die meisten haben mich nur komisch angeschaut. Zum Glück kam dann jemand vom Team zurück, um zu helfen.
Leider hatte ich an diesem Tag keine Pause, wahrscheinlich weil sie es vergessen haben. Gegen Ende sass ich einfach dort und wartete darauf, dass ich endlich gehen darf, weil ich müde und hungrig war. Als ich dann unauffällig darauf hingewiesen habe, dass es schon 15 Uhr ist, durfte ich endlich gehen.
Trotz allem hat es mir Spass gemacht.
4. Tag – Housekeeping im Campus Hotel Hertenstein
Am letzten Tag war ich noch einmal im Housekeeping, aber dieses Mal in einem anderen Hotel, im Campus Hotel Hertenstein, das auch zum Park Hotel gehört. Die Arbeit war ähnlich wie am ersten Tag. Am Ende hatte ich ein Gespräch mit zwei Mitarbeitenden, die mir Fragen zu meiner Erfahrung gestellt und mir erklärt haben, wie eine Lehre bei ihnen ablaufen würde, allerdings nicht allzu detailliert.
Sie haben gesagt, sie melden sich, sobald sie wissen, ob sie mich nehmen. (Sie haben sich gemeldet und ich habe die Lehrstelle bekommen!)
2. Ferienwoche – Spaziergang am See mit meiner Mutter
In der zweiten Ferienwoche war ich mit meiner Mutter in Weggis. Wir sind am See entlangspaziert und haben viel geredet. Dann haben wir uns ans Ufer gesetzt und etwa zweieinhalb Stunden weitergeredet. Danach hat sich meine Mutter ein Eis geholt, ich hatte keine Lust darauf. Später sind wir nach Hause gegangen.
Ich fand das sehr schön, weil ich leider nicht so viel Zeit mit meiner Mutter verbringe, weil eine von uns eigentlich immer etwas anderes zu tun hat.

