Am Montagmorgen habe ich verschlafen. Ich musste mich also beeilen. Wie immer wollte ich mit meinem E-Trotti zur Schule fahren. Der steht in der Garage, also fuhr ich mit dem Lift nach unten.
Plötzlich blieb der Lift stehen. Ich versuchte, auf einen Knopf zu drücken, doch nichts passierte. Der Aufzug reagierte nicht. Ich geriet in Panik und wusste nicht, was ich tun sollte.
Ich drückte auf die Notrufglocke, aber in den ersten 30 Minuten meldete sich niemand. Da ich keinen Empfang hatte, hielt ich mein Handy ganz nach oben. Irgendwann hatte ich dann doch etwas Netz.
Ich hatte panische Angst. Der Lift ist sehr klein, und wenn man mehrere Stunden in einem engen Raum eingesperrt ist, wird es richtig unangenehm. Ich versuchte, ruhig zu bleiben, aber es fiel mir schwer.
Ich wollte mir nicht einreden, dass ich Platzangst habe, aber ich konnte die Enge einfach nicht vergessen. Nach verschiedenen Atemübungen, die mir erstaunlich gut halfen, ging es besser. Ich hatte zwar Wasser und etwas zu essen bei mir, aber die frische Luft fehlte mir sehr.
Nach etwa einer Stunde kam schliesslich ein Techniker und befreite mich. Eine halbe Stunde später war ich endlich draussen. Ich weinte unkontrolliert. Ich konnte mich nicht beruhigen. Natürlich hatte ich versucht, meine Eltern zu erreichen, aber sie waren bei der Arbeit.
Ich fragte mich, warum ausgerechnet mir das passieren musste und ausgerechnet an diesem Tag. Meine gute Freundin Selina riet mir, lieber zu Hause zu bleiben. Zuerst wollte ich nicht fehlen, wegen der Absenzen, aber Selina meinte, ich solle mich erst einmal erholen. In der Schule könnte ich mich ohnehin nicht konzentrieren. Also ging ich wieder in die Wohnung und ass etwas, um wieder zu Kräften zu kommen. Das half mir sehr.
Meine Lektion fürs Leben: Ich werde nie wieder in einen Lift steigen.
Hier ein kurzes Video zu guten Atemübungen.

