Dieser Lernzettel soll euch als Unterstützung dienen, falls ihr das gleiche Thema im Unterricht behandelt.
Bakterien
- Bakterien bestehen aus eigenen Zellen.
- Sie können sich selbstständig durch Zellteilung vermehren. (Viren nicht!)
- Grösse: 0,2–10 Mikrometer
- Auf dem menschlichen Körper leben etwa 2 kg Bakterien.
- Es gibt ca. zehnmal mehr Bakterien als menschliche Zellen.
Pathogene Bakterien (krankheitserregend)
- Salmonellen
- Kariesbakterien
- Listerien
Krankheiten durch Bakterien
- Durchfall
- Lungenentzündung
- Keuchhusten
- Tuberkulose
Pilze
- Grösse: 2–110 Mikrometer
- Pilze gehören weder zu Tieren noch zu Pflanzen, sie bilden ein eigenes Reich.
- Existieren bereits seit Urzeiten.
Alexander Fleming entdeckte 1928 durch Zufall das Antibiotikum Penicillin, als er eine Bakterienkultur stehen liess und bemerkte, dass Schimmelpilze eine Substanz bildeten, die Bakterien abtötete.
Viren
- Viren sind keine Zellen und besitzen keinen eigenen Stoffwechsel.
- Sie benötigen eine Wirtszelle zur Vermehrung.
- Grösse: 0,02–0,3 Mikrometer
- Übertragung meist durch Tröpfcheninfektion (z. B. über Mund und Nase)
- Viren können ihre Form verändern.
Vermehrung
- Virus befällt eine bestimmte Zelle (z. B. Grippevirus > Schleimhaut)
- Es schleust seine Erbinformation in die Zelle ein und übernimmt die Kontrolle.
- Die Wirtszelle produziert neue Viren.
- Schliesslich platzt die Zelle und die Viren verbreiten sich weiter.
Virale Krankheiten
- Corona
- HIV / AIDS
- Ebola
- Pocken
Impfung
Schutzimpfung
Verabreichung abgeschwächter Krankheitserreger → Körper bildet Gedächtniszellen → Schutz bei echter Infektion
Heilimpfung
Antikörper oder Erreger werden verabreicht, um die Krankheit schneller zu bekämpfen (keine langfristige Immunität)
Empfohlene Impfungen
- Tetanus
- Keuchhusten
- Influenza
- Hepatitis B
- Masern
- Mumps
- Windpocken
Krebs
Krebs entsteht durch unkontrolliertes Zellwachstum.
| GUTARTIGER TUMOR | BÖSARTIGER TUMOR | |
| WACHSTUM | langsam, lokal begrenzt | schnell, breitet sich aus |
| VERHALTEN | greift kein Gewebe an | dringt in Gewebe ein |
| GEFÄHRLICHKEIT | nicht lebensbedrohlich | kann lebensbedrohlich sein |
| BEHANDLUNG | oft durch Operation entfernbar | intensive Therapie nötig |
Antibiotika
Antibiotika sind Medikamente, die Bakterien abtöten und ihr Wachstum stoppen (z. B. Lungenentzündung)
1928 von Alexander Fleming entdeckt
Resistenzen entstehen, wenn Antibiotika zu häufig oder falsch eingesetzt werden – Bakterien passen sich an.
Geschlechtskrankheiten
Übertragung
Beim Geschlechtsverkehr durch Austausch von Körperflüssigkeiten (Sperma, Blut, Scheidenflüssigkeit).
Schutz
Kondome bieten den zuverlässigsten Schutz.
| Krankheitserreger | Beispiele | |
| Viren: | Bakterien: | Pilze: |
| Herpes | Tripper | Scheidepilz |
| HPV | Syphilis | |
| Hepatitis B | Chlamydien | |
| HIV |
HI-Virus (HIV)
- Befällt Abwehrzellen und zwingt sie, neue Viren zu produzieren.
- Das Virus bleibt lebenslang im Körper.
- Bei stark geschwächtem Immunsystem spricht man von AIDS.
- AIDS macht anfälliger für Infektionen und Krebs.
- Lebenslange Medikamente können den Ausbruch verhindern.
Blut und seine Bestandteile
- Rote Blutkörperchen (Erythrozyten)
Transportieren Sauerstoff (O₂) zur Zelle und CO₂ zurück zur Lunge. - Weisse Blutkörperchen (Leukozyten)
Teil des Immunsystems, bekämpfen Krankheitserreger. - Blutplättchen (Thrombozyten):
Verantwortlich für Blutgerinnung und Wundverschluss. - Blutplasma
Flüssiger Bestandteil des Blutes, transportiert Nährstoffe, Hormone und Abfallstoffe.
Wie reagiert der Körper auf Krankheitserreger?
Unspezifische Abwehr (schnell, allgemein)
- Haut als Barriere
- Schleimhäute fangen Erreger ab
- Magensäure zerstört Keime
- Fresszellen beseitigen Eindringlinge
Spezifische Abwehr (gezielt, nachhaltig)
- T-Killerzellen zerstören infizierte Zellen
- T-Helferzellen aktivieren B-Zellen
- B-Zellen bilden Antikörper
- Antikörper erkennen und binden Antigene
- Gedächtniszellen speichern Informationen für künftige Abwehr
Immun bedeutet
- Widerstandsfähig gegen bestimmte Krankheitserreger
Antigen – Antikörper: Unterschiede
| EIGENSCHAFT | ANTIGEN | ANTIKÖRPER |
| DEFINITION | Erkennungsmerkmal auf Krankheitserregern oder Zellen | Proteine, die vom Immunsystem gebildet werden |
| VORKOMMEN | Auf Krankheitserregern, Zelloberflächen | Im Blut und anderen Körperflüssigkeiten |
| FUNKTION | Wird vom Immunsystem erkannt | Bindet Antigene, markiert und hilft bei der Zerstörung |
| BEISPIEL | Blutgruppen (A, B, AB, O), Virus-Oberflächen | Spezifisch gegen ein bestimmtes Antigen, wird von B-Zellen produziert |
| SPEZIFITÄT | Kann auf verschiedenen Zellen vorkommen | Antikörper passt nur zu einem spezifischen Antigen |
Verfasst wurde dieser Beitrag von Amal im Wahlfach Bloggen 24/25.

