Aresas Berufswahlprozess

Was ist mein Traumberuf?

Es ist für uns die Zeit gekommen, um eine Lehrstelle zu suchen und Bewerbungen zu schicken.

Wir haben bereits in der 2. Sek angefangen, darüber nachzudenken, als was wir nach der Schule arbeiten möchten. Es fühlte sich an, als hätten wir noch sehr viel Zeit, bis wir in die 3. Sek kommen würden. Aber die Zeit ging so unglaublich schnell vorbei und jetzt sind wir dran, uns für unseren Traumberuf zu bewerben.

Ich wusste bereits als kleines Kind, dass ich mal einen Beruf ausüben wollte, der mit Gesundheit und Pflege zu tun hat. Als ich ins Ennetgraben (Sekundarschule) kam, war mir bewusst, dass ich mich mit der Berufswahl befassen musste, weil die Zeit schnell vergeht und so war es auch.

Schnuppern als FaGe (Fachfrau Gesundheit)

In der 2. Sek durften wir schnuppern gehen. Bevor wir unsere Bewerbungen abschickten, sollten wir überprüfen, ob unsere Traumberufe auch in der Realität so toll sind. Auch mussten wir erkunden, ob es noch andere Berufe gibt, die uns faszinieren und über die wir noch mehr erfahren wollten.

Als Erstes interessierte ich mich für den Beruf der FaGe (Fachfrau Gesundheit). Ich wollte wissen, ob dieser Beruf für mich infrage kommt. Deshalb ging ich für zwei Tage in die Senevita in Affoltern am Albis. Ich fand es nicht so toll und erzähle euch jetzt warum.

Am Anfang der Schnupperlehre fand ich die Arbeit spannend und interessant. Ich war alleine auf der Station, weil die Mitarbeiterinnen an einer Sitzung waren. Um diese Uhrzeit hätten eigentlich alle Bewohnerinnen bereits schlafen müssen. Aber eine Frau und ein Mann wollten nicht oder sie waren nicht müde, weshalb ich auf sie aufpassen sollte.

Ich unterhielt mich mit der Frau. Sie stellte mir Fragen, die ich beantwortete. Dann kam der Mann und versuchte, mir etwas zu sagen. Ich vermute, er wollte auf die Toilette. Da er nicht sprechen konnte, blieb es aber unklar. Er konnte nicht sagen, was er von mir erwartete. Ich sagte ihm, dass ich leider nicht wusste, was er von mir wollte. Und dann hat er einfach auf den Boden uriniert …

Ich fand es so eklig. Eigentlich hätte ich es aufputzen müssen, aber ich schaffte es einfach nicht. Da merkte ich das erste Mal, dass es vielleicht doch nicht der richtige Beruf für mich ist.

Es gab noch eine weitere Situation. Eine alte Frau hat mich gefragt, ob ich mit ihr spazieren gehen würde. Natürlich habe ich ihr geholfen und ging mit ihr los. Ich liess sie nicht mal für zwei Sekunden los und schon war sie umgefallen und lag am Boden. Ich hatte eine Riesenangst und rief nach einer Mitarbeiterin.

Der Bewohnerin ging es gut, weil ich ihren Kopf gehalten habe. Ich habe sie gefragt, ob es ihr gut gehe. Sie bejahte und ich fühlte mich ein bisschen erleichtert. Die Mitarbeiterin sagte mir, dass ihr das auch schon geschehen sei, ich müsse mir keine Sorgen machen, das passiere oft. Dann hat sie mich umarmt, weil sie gesehen hat, dass es mir nicht gut ging.

Die zwei Tage Schnupperlehre waren zu Ende und mir war klar: Ich bin nicht mehr an einer Lehre als FaGe interessiert. Deshalb habe ich mich auch nicht um diese Lehrstelle beworben.

Schnuppern als Dentalassistentin EFZ

Ich hatte einen zweiten Beruf in meinem Kopf, es war Dentalassistentin EFZ. Ich wollte eigentlich schon immer ein Beruf erlernen, der mit Zahnmedizin zu tun hat. Aber anfänglich dachte ich immer, dieser Beruf sei für mich nicht realistisch.

Trotzdem suche ich mir eine Schnupperlehre. Ich hatte die Möglichkeit vier Tage in diesem Beruf zu schnuppern. Am Anfang durfte ich nur zuschauen und die Behandlungssitze und verschiedene Geräte desinfizieren und aufräumen. Nach einer Zeit konnte ich die Instrumente sterilisieren. Dazu werden die verschiedenen Instrumente eingepackt und mit einer Maschine verschlossen. Danach durfte ich endlich assistieren – bei echten Patienten!! Dabei war ich sogar alleine mit der Zahnärztin und sie sagte, ich sei gut geeignet für diesen Beruf.

Die Kreuze meiner Rückmeldungen befanden sich bei gut oder sehr gut. Mir wurde gesagt, dass ich gut geeignet bin, weil ich Freude an den Tätigkeiten habe und Interesse zeige. Nach dieser Schnupperlehre wusste ich, dass ich mich unbedingt als Dentalassistentin bewerben möchte. Deshalb habe ich angefangen, Bewerbungen abzuschicken.

Ich habe mich bei verschiedenen Betriebe beworben. Am liebsten möchte ich eine Lehrstelle im Kanton Zug bekommen. Mir gefällt dieser Kanton, er ist nicht so weit weg von meinem Wohnort und ich habe gehört, dass sich die besten Zahnarzt-Praxen im Kanton Zug befinden.

Leider habe ich bisher nur Absagen bekommen, aber ich schreibe trotzdem jeden Tag weiter Bewerbungen. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, eine Lehrstelle zu finden. Eine Praxis hat mich sogar nochmals zu einer Schnupperlehre eingeladen. Sie befindet sich im Kanton Zug und das Team sieht sehr nett aus. Es arbeiten sehr viele junge Mädchen dort und das gefällt mir. Sie werden mich sicher auch verstehen und können mir helfen, falls ich irgendwo Mühe habe.

Ich hoffe natürlich sehr, dass ich früher oder später eine positive Antwort und somit eine Lehrstelle bekomme.

Das waren meine Erfahrungen aus den Schnupperlehren. Wie ihr lesen konntet, machte ich gute und schlechte Erfahrungen. Aber das hat mir geholfen, meinen Traumberuf zu finden. Ich hoffe, ihr hattet Spass beim Lesen 🙂 .

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