Medinas Mofa Prüfung

An einem Mittwochmorgen stand ich um 6 Uhr auf und machte mich für meine Mofaprüfung bereit. Ich musste zur Bushaltestelle Kronenplatz und dort um 7 Uhr den Bus ins Sihlcity nehmen.

Die Nacht davor, habe ich nur etwa eine Stunde geschlafen, weil ich so lange gelernt habe, aus Angst, dass ich es nicht schaffen würde. Ich wollte also auf Nummer sicher gehen und habe so lange gelernt, bis mir einfach die Augen zufielen. Als ich dann im Sihlcity ankam, musste ich noch das Tram bis zum Strassenverkehrsamt Zürich nehmen.

Als ich dort war, bekam ich vor lauter Aufregung sehr starke Bauchschmerzen. Ich war fünf Minuten zu früh dort, weil dies so verlangt war, aber von der Warterei wurde ich nur nervöser.

Es trafen immer mehr Leute ein und ich wurde immer unruhiger, aber ich sagte zu mir selbst, dass ich mich optimal vorbereitet hatte. Plötzlich kamen auch Sorgen, was passieren würde, wenn ich es nicht schaffte oder wie meine Eltern reagieren würden. Wären sie stolz oder enttäuscht?

Vor lauter Aufregung ging ich dreimal hintereinander auf die Toilette. Plötzlich war es schon 8 Uhr und da kam auch bereits der Experte rein. Er rief: „Alle, die für Kategorie M hier sind, kommen bitte nach vorn und halten den Ausweis und das Terminblatt bereit“. So standen wir dort, alle in einer Reihe. Ich war als Letzte dran, zeigte mein Terminblatt und meinen Ausweis und dann ging die Prüfung auch schon los.

Es gab 30 Fragen und es waren nur 9 Fehler erlaubt. Der Experte lief im Zimmer herum, sodass wir nicht spicken konnten. Als ich schon bei der Frage 25 war, wurde ich nervös, weil ich Angst hatte, dass noch schwierige Fragen kommen würden. Nachdem ich alle 30 Fragen beantwortet hatte, schaute ich noch einmal nach, ob ich mir bei allen Antworten sicher war.

Als ich dann endlich auf „Prüfung beenden“ klickte, musste ich nochmals bestätigen, dass ich die Prüfung abschliessen wollte. Meine Hände waren vor Nervosität ganz zitterig, aber da stand plötzlich auch schon das Resultat: Ich hatte bestanden, mit nur zwei Fehlern.

Ich war so überglücklich, ich wollte nur noch so schnell wie möglich nach Hause und meinen Eltern davon erzählen! Erst nach drei Tagen habe ich meinen Fahrausweis bekommen, weil die Post ihn zu einer anderen Adresse geschickt hatte. Dies war mir dann aber auch egal und endlich hielt ich ihn in meinen Händen!

Hauptsache ich hatte meine Prüfung bestanden und ich war mit meiner Leistung sehr zufrieden. Das war eines der schönsten Erlebnisse in meinen fünf Wochen Sommerferien.

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