Unsere Klasse besuchte einen Krishna-Tempel in Zürich.
Als wir in den Tempel traten, rochen wir einen starken, süsslichen Geruch. Der stammte von den Räucherstäbchen, die als Opfergaben angezündet wurden. Es erwartete uns ein Herr mit einem lange orangen Kleid. Er gab uns Hausschuhe und er erklärte uns, was wir während der Führung alles kennenlernen würden.
Als Erstes gingen wir in eine kleine Bibliothek, in der es eine sehr realistische, männliche Puppe sass. Diese Puppe stellt eine wichtige Person für die Krishna-Gemeinde und in ihrer Kultur dar. Der Raum war gefüllt mit Büchern und Gemälden.

Danach gingen wir in die Küche, in der ein würziger Geruch herrschte. Unser Tempelführer erklärte uns, wie und was sie kochen. Er erzählte uns auch, dass alle Speisen vegetarisch sind und sie während des Kochens nie kosten dürfen. Am Anfang und am Ende des Kochens beten sie.
Dann wurde uns eine Pflanze gezeigt, die für die Krishna-Kultur bedeutungsvoll ist. Sie heisst Tulsi. Diese Pflanze ist heilig, weil es sie Verbindung zwischen Himmel und Erde symbolisiert.
Zum Abschluss gingen wir in den Gebetsraum. Bevor man eintreten durfte, musste man mit einer Glocke klingeln. Danach durften wir in das Zimmer hineingehen und ein Kissen nehmen, um auf dem Boden zu sitzen.
Im Zimmer gab es einen kleinen Altar mit vielen verschiedenen Gottheiten und einen zweiten roten Altar mit einem grösseren sitzenden Gott und zwei Gemälde mit zwei blauen Göttern, einem männlichen und einem weiblichen Gott.
Anschliessend erklärte uns der Tempelführer, dass sie um 4 Uhr morgens aufstehen, um zu beten. Für ihr Gebet benötigen sie eine lange Kette mit genau 108 Perlen und sie müssen 108-mal immer den gleichen Satz wiederholen – jeden Tag. Der Satz lautet „Hare Krsna Hare Krsna, Krsna Krsna Hare Hare, Hare Rama Hare Rama, Rama Rama Hare Hare“.

Danach durften wir noch an einem Ritual dabei sein. Es war sehr cool und spannend. Während des Rituals begannen sie zu singen und viele verschiedene Instrumente zu spielen. Ein gespieltes Instrument heisst Harmonium und ist wie ein kleines Klavier.
Am Ende des Besuchs durften wir einen leckeren Kuchen essen und guten indischen Tee trinken. Beide waren sehr süss und schmeckten gut.

