An letztem Mittwochmorgen bin ich mit meiner Klasse nach Zürich in die Tonhalle gegangen. Als wir angekommen sind, mussten wir erst einen Augenblick warten, bis wir hineingehen durften, wir zu früh da waren. Wir haben die Jacken aufgehängt und sind mit einer Musikerin einen Raum gegangen, in dem es auch eine kleine Bühne gab.
Vanessa setzte sich auf die Bühne und wir haben mit Stühlen einen Kreis vor ihr gemacht. Sie hat uns erzählt, wie es dazu kam, dass sie Musikerin wurde.
Mit fünf Jahren hat sie angefangen, Geige zu spielen. Um ihr absolutes Musikgehör zu schulen, spielte Vanessas Vater Töne auf dem Klavier vor und sie musste ihm sagen, welche Töne es waren. Anfangs spielte er nur einzelne Töne, später Akkorde und später sogar tiefe und hohe Töne gemeinsam, mit beiden Händen,
Um uns zu zeigen, dass klassische Musik überall vorkommt und wir sie auch kennen, hat sie uns das Intro von Mario und die Melodie von Mr. Bean vorgespielt.
Vanessa hat uns auch erzählt, dass eine Violine bis zu 20 Millionen Franken kosten kann. Die teuerste Geige wurde für 21 Millionen versteigert. Ein Bogen kann ebenfalls bis zu 700’000 Franken kosten. Sie wollte uns leider nicht sagen, wie teuer ihre Geige war, aber wenigstens hat sie uns verraten, wie teuer ihr Bogen war. Für ihren Bogen hat sie 5000 Franken bezahlt.
Sie hat uns auch erzählt, dass Musiker und Musikerinnen mit verschiedenen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben. Bei der Geige sind Schmerzen in den Fingern, beim Hals oder Nacken verbreitet.
Sie hat uns erzählt, dass die Bögen früher keine Gewichte besassen. Dann hat jemand bemerkt, dass der Bogen besser spielbar ist, wenn er vorn ein Gewicht hat. Am besten funktioniert es, wenn dieses Gewicht aus Metall oder Elfenbein besteht.
Um 09.50 ist sie zur Generalprobe gegangen. 100 Musikerinnen und Musiker spielten nochmals das Stück, das am Abend dann vor Publikum aufgeführt wurde.
Auch wir durften an die Probe mitgehen, die 50 Minuten dauerte. Wir durften entscheiden, ob wir die ganze Probe anschauen oder nur reinschauen wollten. Wir sind natürlich die ganze Probe geblieben. Während der Probe durften wir nicht sprechen und keine Fotos oder Videos machen, weil wir sie nicht stören sollten, damit sie sich konzentrieren konnten.
Nach der Probe sind wir gemütlich zum Bahnhof zurückgelaufen und sind wieder nach Affoltern am Albis gefahren.

