Ich schrieb jeden Tag eine oder sogar mehr als eine Bewerbung für den Beruf Dentalassistentin. Meine Lehrerinnen haben mir geraten, auch etwas anderes auszuprobieren und mich nicht nur auf diesen Beruf zu konzentrieren. Sie dachten, dass ich es nicht vielleicht schaffen würde, Dentalassistentin zu werden, weil dies ein Sek A Beruf ist.
Zur Sicherheit hatte ich auch einen Plan B, das waren KV oder FaBe in der Kita. Trotzdem hielt ich weiter an meinem Traum fest, weil dieser Beruf schon seit meiner Kindheit mein Wunschberuf war. Aber leider wurde ich oft abgelehnt, weil die Betriebe schon Lehrlinge hatten oder nicht wussten, ob sie im nächsten Jahr Lehrlinge annehmen würden oder sie überhaupt brauchten. Einige Praxen haben mir die Möglichkeit gegeben, schnuppern zu gehen.
Auch wenn ich viele Absagen erhielt, blieb ich immer positiv und motiviert. Aber trotzdem hatte ich Angst, dass ich bis Ende Schuljahr keine Lehrstelle finden würde. Viele meiner Klassenkameradinnen und Kameraden haben bereits eine Lehrstelle für den nächsten Sommer gefunden.
Ich habe mich weiter für meinen Traumjob beworben. Eines Tages erhielt ich eine positive Rückmeldung. Die Praxis teilte mir mit, dass sie sich in ein paar Tagen wieder melden würden, nachdem sie meine Unterlagen genauer angeschaut hätten.
Am nächsten Tag habe ich voller Hoffnung in mein Postfach geschaut, doch es gab keine weiteren Nachrichten. Auch von anderen Betrieben habe ich keine Antworten bekommen. So verbrachte ich den ganzen Tag in der Schule eher unmotiviert, weil ich dachte, die Praxis würde sich nicht mehr melden.
Nach der Schule ging ich nach Hause, machte meine Hausaufgaben und verbrachte Zeit mit meiner besten Freundin. Plötzlich erhielt ich einen Anruf von der Praxis. Sie haben mich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen! Ich war überglücklich, weil das meine Chance war, dort eine Lehrstelle zu bekommen. Gleichzeitig war ich sehr nervös und hatte Angst, dass ich es nicht schaffen würde, den Betrieb von mir zu überzeugen.
Ich wusste nicht, wie ich mich auf das Gespräch vorbereiten sollte. Am nächsten Tag übte ich in der Schule. Zu Hause habe ich Dentalassistentinnen, die ich kenne, gefragt, welche Fragen normalerweise in einem Bewerbungsgespräch gestellt werden. Dadurch konnte ich mich besser vorbereiten.
Eine Woche später fand das Gespräch statt. Ich war sehr nervös, aber am Ende lief es viel besser, als ich erwartet hatte. Danach ging ich nach Hause und war glücklich, dass es vorbei war.
Nach etwa einer Woche erhielt ich die Einladung zum Schnuppern. Von den vielen Bewerberinnen, die sich beworben hatten, wurden nur eine andere Person und ich eingeladen. Am Montag und Dienstag schnupperte ich in der Praxis. Der Chef hat mich gebeten, auch am Mittwoch nochmals zu kommen, damit er mich besser kennenlernen konnte und ich den Betrieb besser erlebe. Natürlich sagte ich zu.
Am Mittwoch ging ich wieder schnuppern und am Donnerstagnachmittag hat der Chef der Praxis mich angerufen. Er wollte mir Bescheid geben, ob ich die Lehrstelle bekommen würde. Am Telefon war ich sehr nervös und hatte grosse Angst vor der Antwort.
Aber dann hat er mir gesagt, dass ich die Lehrstelle bekommen habe! Er und das ganze Team würden sich freuen, wenn ich nächstes Jahr in der Praxis arbeiten würde. Ich war überglücklich!

