Ein junger Mann, der in Kanada lebte, wurde eines Tages von der ganzen Umgebung ausgeschlossen und sogar gejagt. Eines Tages beschloss er zu flüchten und in die USA zu gelangen. Doch das war nicht so einfach und es sollten sich noch viele weitere Probleme ergeben. Er verabschiedete sich von seiner Familie und sagte, er sei bald wieder da.
Er machte sich mit einem kleinen Rucksack auf den Weg zur Grenze. Auf dem Weg dorthin benutzte er keine Busse oder Züge, denn er war in den Gegenden, durch die er fliehen musste, bekannt. Er wollte dieser Situation, in der er lebte, endlich entkommen. Er hatte vor, durch viele kleine Dörfer zu wandern, in denen er auch notwendige Dinge einkaufen konnte.
Nach zwei Stunden Marsch legte er eine kleine Pause ein und machte sich etwas zu essen. Doch diese Idee stellte sich als grosser Fehler heraus, denn die Polizei suchte nach ihm und er durfte sich nicht zu lange an einem Ort aufhalten. Sie konnten ihn mithilfe einer kleinen Kamera orten, die durch alles hindurchsehen und Personen aus einer Entfernung erkennen konnte, bei der das menschliche Auge keine Chance hatte.
Also begab er sich erneut auf den Weg, um seinem Ziel ein Stück näherzukommen. Er marschierte über Stock und Stein. Nach sechs Stunden Wanderung war er so erschöpft, dass er nicht einmal sein Zelt aufbauen konnte und vor Müdigkeit einfach umkippte. Am nächsten Morgen wurde er von Sirenen geweckt und war so schnell auf den Beinen, dass er beinahe seinen Rucksack vergessen hätte.
Eine weitere Wanderung von acht Stunden stand ihm bevor und er musste sich recht beeilen, denn die Polizei war ihm dicht auf den Fersen. Er machte keine Pause mehr, um so schnell wie möglich in die USA zu gelangen. Doch zwei Stunden vor der Grenze machte er einen riesigen Fehler, den er nie wieder gutmachen konnte.
Er machte ein Feuer, das ziemlich hohe Rauchsäulen verursachte, die man bereits aus grosser Ferne sehen konnte. Und wie man sich denken kann, wurde dies von der Polizei bemerkt. Aber als es ihm bewusst wurde, war es fast zu spät.
Er konnte sich noch in einem Gebüsch verstecken, wusste aber nicht, dass ihn die Polizei bereits aufgespürt hatte und einen Plan zu seiner Verhaftung schmiedete. Der Plan lautete wie folgt: Sie wollten ihn verfolgen, bis sie ihn zu dem Polizeilager gelockt hatten.
Einen Kilometer vor der Grenze lag das Polizeilager, das dazu diente, Flüchtlinge aufzuhalten, bevor sie einen Fuss auf US-amerikanischen Boden setzen konnten, denn dort konnte die Grenzpolizei nichts mehr ausrichten.
Doch der schlaue Mann wusste das und umging die Kontrolle geschickt. Für diesen Schritt musste er all seinen Mut zusammennehmen. Diesen Mut brauchte er dringend, denn um die Grenzwächter zu überwinden, musste er durch ein Gebiet, das nur so von gefährlichen Fallen strotzte.
Es gelang ihm tatsächlich, die unzähligen Fallen zu überwinden und gelangte zur schwer bewachten Grenze. Da erlebte er jedoch eine Grenzerfahrung, die er nie wieder vergessen würde. Er wurde festgenommen und auf eine Polizeiwache gebracht. Dort verhörten sie ihn und nahmen ihn anschliessend in Untersuchungshaft.
Im Verhör ging es hauptsächlich um das unerlaubte Betreten eines Privatgeländes. Ihm wurde vorgeworfen, das Gelände des Staatsoberhaupts betreten zu haben. Aber der junge Mann verstand nur Bahnhof, da dies ja nicht geschehen war und nur als Vorwand diente, ihn festzuhalten. Er beschloss, die Beamten reden zu lassen.
Als er sich dann in seiner Zelle befand, überlegte er, ob er erneut flüchten sollte. Da er aber nicht dumm war, wusste er, dass die Beamten nicht lange brauchen würden, um ihn zu identifizieren und erneut zu verhaften.
So beschloss er, den Rest seines Lebens hinter Gitter zu leben. Diese Strafe war mehr als gerecht, denn er hatte in seinem Leben bereits viele illegale Dinge getan. Kleinere Einbrüche, Körperverletzung, Betrug, Mord an einem Beamten und noch vieles mehr, das zu einer sehr hohen Gefängnisstrafe führte.
Inzwischen befand er sich schon 17 Jahre im Gefängnis. Oft kamen Erinnerungen an seine Familie hoch, nach der er sich sehnte und die er sehr gerne wieder einmal sehen wollte. Er dachte auch an seinen ehemaligen Zellengenossen, der seit drei Jahren wieder draussen lebte.

