Die Lüge

Fehler zu machen ist menschlich, aber dass ein Fehler ihr ganzes Leben verändern würde, hätte Lena nicht gedacht.

Es war an einem sonnigen Dienstag, als Lena sich auf den Weg zur Arbeit machte. Lena hatte braunes Haar und blaue Augen. Sie trug ein elegantes Kleid und eine dunkelgrüne Schleife im Haar. Sie arbeitete in einem kleinen Juweliergeschäft, das für seine einzigartigen und eleganten Uhren bekannt war.

Während Lena den Kunden die schön verzierten, wertvollen Uhren zeigte, realisierte sie, dass der kleine Laden immer voller wurde und sie die Übersicht verlor. Sie bat einige Kunden, den Laden zu verlassen. Da nun weniger Kunden im Geschäft waren und sie müde war, beschloss sie, eine kurze Pause zu machen, obwohl sich noch Kunden im Juweliergeschäft befanden. Doch während sie sich für einen Moment ausruhte, bemerkte sie nicht, dass einer der Kunden eine Uhr stahl.

Am Nachmittag, als sie gerade den Laden schliessen wollte, fiel ihr aus dem Augenwinkel auf, dass ein Platz im Regal leer war. Zuerst dachte sie, dass sie die Uhr an einen anderen Ort gelegt hatte, doch nachdem sie den ganzen Laden durchsucht hatte, war sie sich sicher. Die Uhr war weg! Alle Kunden waren bereits gegangen und Panik stieg in ihr auf. Mit zittrigen Händen wischte sie sich den Schweiss von ihrer Stirn.

So sehr sie sich bemühte, sich zu erinnern, es gelang ihr nicht, sich ins Gedächtnis zu rufen, wer die Uhr gestohlen haben könnte. Um keinen Ärger mit ihrem Vorgesetzten zu bekommen, ersetzte sie die verlorene Uhr durch eine andere Uhr. Sie hatte ein schlechtes Gefühl bei dieser Sache, jedoch wollte sie nicht gefeuert werden. Also verliess sie das Geschäft, ohne jemand etwas von dem Diebstahl zu berichten, und ging nach Hause.

Noch am selben Abend erhielt sie einen Anruf von ihrem Chef. Zufälligerweise war er kurz nach Ladenschluss noch einmal im Geschäft gewesen, um etwas zu erledigen. Der Chef fragte sie, ob sie eine Uhr gestohlen habe oder sie gesehen habe, wie jemand eine Uhr entwendete. Um nicht für gefeuert zu werden weil sie während ihrer Arbeitszeit eine Pause gemacht hatte, erfand sie eine Lüge. Sie beschrieb einen Mann mit langem Bart, schwarzem Pullover und grünen Augen.

Zufälligerweise fand die Polizei einen Mann, auf den genau diese Beschreibung zutraf. Doch dieser wehrte sich lautstark gegen die Anschuldigungen. Lena bekam Mitleid mit ihm, sie wusste ja, dass er unschuldig war. Er behauptete, nichts gestohlen zu haben und verlangte, die Überwachungskameras zu überprüfen, um seine Unschuld zu beweisen.

Als die Polizei die Aufnahmen anschaute, stellte sie fest, dass der Verdächtige nicht mit dem Mann auf den Bildern übereinstimmte. Der wahre Dieb hatte weder einen Bart noch trug er einen schwarzen Pullover. Jedoch war auf den Aufnahmen deutlich zu sehen, wie Lena eine Pause machte, während der Dieb mit der Uhr aus dem Laden spazierte.

Als ihr Chef davon erfuhr war er nicht nur wütend, dass die Uhr vor den Augen von Lena gestohlen worden war, sondern auch, weil Lena ihn belogen hatte. Genervt und enttäuscht entliess er sie sofor.

Doch das war nicht alles. Da sie für den Verlust der teuren Uhr verantwortlich war, musste sie eine hohe Geldstrafe bezahlen. In diesem Moment wurde ihr klar, dass ihre Lüge ihr nicht geholfen, sondern alles nur noch schlimmer gemacht hatte. Und so lernte Lena auf die harte Tour „Lügen haben kurze Beine.“


Verfasst wurde dieser Text von Dario im Wahlfach Bloggen 24/25.

Eine Antwort auf „“

  1. Lieber Dario, du hast einen sehr spannenden Text geschrieben und einen passenden Wortschatz verwendet. Deine Geschichte beweist, dass man lieber ehrlich sein sollte. Super!

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