Hallo zusammen, ich bin Yanic und 15 Jahre alt. In diesem Sommer werde ich konfirmiert, und in unserer Gruppe haben wir ein Konflager auf der Rigi gemacht. Davon werde ich euch jetzt erzählen.
Von Zug bis Gipfel – Der Start unseres Konflagers
Am Freitag, dem 24. Januar 2025, ging es für uns los auf die Rigi. Wir trafen uns um 09:50 Uhr am Bahnhof, um mit der S5 nach Zug zu fahren. Von dort ging es weiter mit dem IR35 nach Arth-Goldau. Dort standen wir am Fusse der Rigi und machten uns auf den Weg zur Zahnradbahn, dem Rigi-Bähnli. Mit dieser fuhren wir bis zur zweitobersten Haltestelle und stiegen dann um.
Von dort aus ging es weiter bis nach Romiti-Felsentor, und ab da waren es nur noch etwa drei Minuten zu unserem Hüttchen. Dort angekommen, bezogen wir unsere Zimmer und chillten ein wenig. Nach einer Weile kam unser Pfarrer und holte uns zu einem kleinen Spaziergang ab. Wir liefen bis zum Felsentor, wo wir erste Themen besprachen.
Auf einer mit Schnee bedeckten Wiese machten wir erneut Halt. Dort sollten wir uns wie einen Baum hinstellen, da dieser ein Symbol des Lebens ist. Wir diskutierten über das Leben und seine Symbole und versetzten uns gedanklich in einen Baum. Das war ein spannender Teil, besonders für diejenigen, die nicht lange stillstehen konnten.
Nach dieser Runde hatten wir etwa eine halbe Stunde Freizeit, die wir für eine kleine Schneeballschlacht nutzten, was das war sehr lustig! Danach machten wir uns auf den Rückweg zum Haus.
Dort angekommen, beschäftigten wir uns zum ersten Mal mit den Konfweisheiten. Wir notierten Begriffe, die unser Leben beschreiben, und formulierten daraus Weisheiten, wie: „Das Leben ist wie Wasser, es fliesst einfach so vorbei.“ Jeder von uns formulierte zehn Sätze, die später im Lager noch einmal eine Rolle spielen würden.
Nach dieser Aufgabe war es Zeit für das heutige Küchenteam, das Abendessen vorzubereiten. Wir anderen hatten für uns zum Entspannen oder Quatschen. Wir chillten auf unseren Betten und überlegten, was wir in der Nacht unternehmen könnten, da wir nicht so früh schlafen gehen wollten.
Als die Glocke zum Essen läutete, rannten wir alle die Treppen hinunter und nahmen Platz. Heute gab es Älplermagronen mit angebratenen Zwiebeln und Apfelmus. Nachdem alle fertig gegessen hatten, erklärte unser Pfarrer den weiteren Ablauf des Abends, während das Dessert serviert wurde. Er meinte, dass wir bis etwa 23 Uhr Freizeit hätten und uns danach noch einmal zum Tagesschluss versammeln sollten.
Das Küchenteam ging in die Küche, um abzuwaschen. Wir anderen gingen nach oben und machten es uns wieder gemütlich zu machen. Nach einer Weile kamen auch die anderen wieder hoch und wir teilten unsere Ideen für die Nacht. Das Ganze endete allerdings in einer wilden Kissen- und Deckenschlacht, was nicht die beste Idee war. Am Ende flog eine Decke auf, sodass ihre Federn überall herumwirbelten. Nachdem wir das Chaos beseitigt hatten, machten wir uns auf den Weg nach unten.
Der Tagesschluss bestand aus dem Abendmahl, das wir immer gemeinsam feiern, wenn wir Konfunterricht haben, da dieses Ritual unserem Pfarrer heilig ist. Nach dem Abendmahl informierte er uns darüber, wann das Küchenteam, also mein Freund und ich, am nächsten Morgen unten sein musste. Nach diesen Worten verabschiedeten wir uns und gingen zurück in unser Zimmer.
Wir hatten anschliessend einen mega coolen Abend und wollten noch lange nicht schlafen. Wir lästerten über alles Mögliche und hatten es lustig. Schliesslich schliefen wir zu viert auf zwei Matratzen, was nicht gerade bequem war. Ich schwor mir, dass ich in der nächsten Nacht meine Matratze nicht mehr mit jemandem teilen würde!
Schnee, Spass und 65 km/h – Unser Schlitteltag
Am nächsten Morgen weckte mich mein Wecker und für einen Moment dachte ich, dass wir doch geweckt werden müssten. Doch das war anscheinend nicht der Fall. Ich brauchte eine Weile, um richtig wach zu werden, aber da ich für die Küche eingeteilt war, musste ich mich aufraffen. Mit Mühe und Not schleppte ich mich nach unten und bereitete das Frühstück vor. Als ich sah, dass wir schon vor 9 Uhr fertig waren, nutzte ich die Gelegenheit und legte mich für fünf Minuten noch einmal hin.
Nach dem Frühstück ging es zur Frage des Tages: Ski, Snowboard oder Schlitteln. Fast alle von uns wählten das Schlitteln. Also machten wir uns direkt nach dem Frühstück auf den Weg zum Schlittenverleih. Dort mieteten wir Schlitten und starteten sofort auf der ersten Schlittelpiste. Wir gaben richtig Gas und verloren uns dabei sogar ein paar Mal aus den Augen.
Bei einer Abfahrt stellten wir sogar den Tachometer ein und wir erreichten etwa 65 km/h! Es war ein mega Gefühl, schneller als ein Auto innerorts zu sein.
Gegen Mittag machten wir eine kurze Pause, um gemeinsam etwas zu essen. Doch unser Schlitteldurst war noch lange nicht gestillt, also fiel die Pause nicht allzu lang aus.
Wir fuhren noch etwa zweimal die Strecke hinunter, bevor sich unsere Gruppe teilte. Einige gingen ins Dorf, um Snacks zu holen, während der Rest von uns weiter schlittelte.
Bis etwa 16 Uhr waren wir unterwegs, dann gaben wir die Schlitten zurück. Doch der Rückweg zum Haus war eine echte Herausforderung. Zunächst liefen wir etwa ein Viertel der Strecke auf dem normalen Weg. Doch dann kam uns die „geniale“ Idee, abzukürzen. Spoiler: Es war keine gute Idee.
Wir liefen durch den Tiefschnee und gelangten schliesslich in den Wald. Dort mussten wir erst einmal Google Maps öffnen, um herauszufinden, wo wir eigentlich waren. Uns blieb nichts anderes übrig, als ordentlich aufs Gaspedal zu drücken, um noch einigermassen rechtzeitig anzukommen.
Aber nachdem wir uns durch den Dschungel der Rigi geschlagen hatten, sahen wir endlich unser Haus, die warme Dusche. Überglücklich rannten wir die letzten Meter zum Haus.
Im Zimmer angekommen, mussten wir erst mal einen auf dieses Erlebnis trinken. Währenddessen machten wir uns bereit für die wohlverdiente Dusche, die wir so richtig geniessen wollten. Nachdem wir den „Dschungel“ abgewaschen hatten, gingen wir zurück in unser Zimmer und spielten zusammen Mario Kart.
Zum Glück war die Küchengruppe, die eigentlich fürs Abendessen zuständig war, mit uns beim Schlitteln gewesen. So konnten sie jetzt schon mit den Vorbereitungen beginnen.
Wir warteten eine halbe Ewigkeit auf die anderen und wussten genau, dass sie auch einen Umweg machen mussten. Das Rigi-Bähnli fuhr auf einer Seite nicht mehr so regelmässig nach oben. Doch zum Glück kamen sie gegen 18.00 Uhr auch zurück und wir waren erleichtert. Dann ging es direkt ans Abendessen: Reis Casimir. Es war unglaublich lecker und wir genossen es.
Der Abend verlief ähnlich wie der vorherige. Mit einer Ausnahme: Zum Dessert gab es Marshmallows am Lagerfeuer.
Irgendwann wollte ich ein paar Minuten für mich haben und ging in den ersten Stock auf die Terrasse, um einen Krimi zu hören. Doch diese Ruhe hielt nicht lange an. Nach kurzer Zeit hörte ich, wie zwei Leute durch die Zimmertüren auf die Terrasse kamen und das war es dann mit meiner Ruhe. 🙃
Wir sassen dann noch eine Weile dort und redeten über Jungs, Mädchen und alles, was uns gerade in den Sinn kam.
Die Zeit verging wie im Flug, und schon war es Zeit für das Abendmahl. Wir gingen runter, setzten uns in die Sofaecke und unser Pfarrer ergriff das Wort. Als wir schliesslich beim letzten Teil, dem Traubensaft (Wein), angekommen waren und diesen genossen hatten, gab es noch ein paar Infos zum nächsten Morgen. Danach ging es ab ins Bett.
Doch dieses Mal jagten wir einen aus unserem Bett, da er sich ein bisschen zu weit gegangen war. Danach quatschten wir noch eine Weile über Gott und die Welt. Der absolute Höhepunkt war die Kissenschlacht. Irgendwann lagen wir alle todmüde in unseren Betten und schliefen ein.
Ein unvergessliches Konflager geht zu Ende
Frühmorgens stand ich auf, um die Morgenstimmung zu geniessen. Doch als ich zurückkam, war meine Matratze einfach besetzt! Also blieb mir nichts anderes übrig, als mich in den schmalen Spalt daneben zu quetschen. Das war nicht wirklich bequem, weshalb ich mit Rückenschmerzen aufwachte.
Nach dem Frühstück hiess es putzen und packen. Das war zwar nicht besonders spannend, aber wir stellten eine Musikbox auf und hörten Musik. So ging die Zeit wenigstens schnell vorbei und wir konnten die Rückreise antreten.
Das Konflager war eine mega coole Erfahrung, aber ehrlich gesagt hätte es von uns aus ruhig ein bisschen länger dauern können. Aber wir wollen ja nicht motzen, sondern einfach dankbar dafür sein, was wir erlebt haben.


Hallo Yanic,
ich sehe, dass du dir sehr viel Mühe mit deinem Text gegeben hast. Man merkt richtig, dass du einiges im Lager erlebt hast, etwa das Wandern durch den Tiefschnee.
Vielen Dank für deinen Text!
Liebe Leonisa
Danke viel mal für die netten Worte, ja, das Lager war mega toll. Diese Wanderung war wirklich ein riesengrosser Spass.
Freute mich, dass es dich freut.
LG Yanic