Es waren endlich Sportferien. Ich konnte Ski fahren und meine Zeit auf der Piste geniessen. Meine Eltern und ich fuhren am Mittwochmorgen in der ersten Ferienwoche mit dem Auto los nach Lax. Das heisst für uns etwa eine zweistündige Autofahrt. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, war, dass sich mein Leben in den nächsten drei Tagen stark verändern würde.
Wir parkten auf dem Skilift-Parkplatz in Lax. Das Wetter war traumhaft: keine Wolken, kein Wind, ein bisschen Sonne. Es war wunderschön. Meine Eltern und ich zogen uns um und machten uns auf den Weg zum Skilift.
Oben angekommen war das Wetter sogar noch viel besser. Man konnte jedes einzelne Schneekorn auf der Piste sehen, es war einfach bezaubernd. Ich wollte jedoch nicht nur einfach die Landschaft anschauen, sondern auch Ski fahren. Nach ein paar schnellen Fotos konnte ich endlich losfahren.
Die Zeit verging und es war Zeit fürs Mittagessen. Ich nahm eine Portion Spaghetti Bolognese. Als ich gerade bezahlen konnte, schlich sich ein sehr schönes Mädchen an mir vorbei. Ich schaute ihr nach und wusste plötzlich nicht mehr, was mit mir passierte. Sie hatte wunderschönes blondes Haar, das sie zu einem Zopf gebunden hatte, ein traumhaft schönes Gesicht und eine sportliche Figur.
Ich ging schnell zurück an meinen Tisch und schaute mich um. Was ich in dem Moment nicht bemerkte: Sie setzte sich direkt neben mich. Ein kurzer Schockmoment. Ich schaute vorsichtig rüber und sie schaute zurück. Wir sassen beide wie erstarrt auf unseren Stühlen und konnten uns für einen Moment nicht bewegen.
Kurze Zeit später fragte sie mich, wie ich heisse. Ich kam noch nicht ganz klar, wie schön sie war. Sie fragte mich nochmals, wie mein Name lautete. Anscheinend brauchte ich keine vernünftige Antwort heraus, denn sie musste schmunzeln. Zum Glück bekam ich es dann doch noch hin, meinen Namen zu sagen.
Da unsere Eltern ebenfalls am Tisch sassen, waren wir nicht die Einzigen, die merkten, dass wir uns sympathisch fanden. Unsere Eltern sahen uns zusammen sprechen und dachten sich wohl, dass wir die Nummern austauschten. Ehrlich gesagt, keine schlechte Idee. Ich fragte sie zuerst nach ihrem Namen, sie hiess Laria, und dann, voller Hoffnung, nach ihrer Nummer.
Leider verging die Zeit beim Mittagessen viel zu schnell. Da meine Eltern flexibel sind, fragte ich sie, ob ich eine Zeit lang alleine fahren könnte, und sie stimmten zu. Das Gleiche machte Laria auch bei ihren Eltern.
Auf dem Skilift kamen so viele Fragen auf. Es kam raus, dass sie ganz in der Nähe von mir wohnte, nämlich in Urdorf. Nun ja, das ist nicht um die Ecke, aber gut mit dem Zug erreichbar. Ebenso erfuhr ich, dass sie den gleichen Sport wie ich macht. Sie geht ins Fitnessstudio und spielt gerne Volleyball.
Wir hatten viele Gemeinsamkeiten und ich konnte noch immer nicht fassen, wie schön sie war. Es war einfach perfekt und ich wollte am liebsten mehr Zeit mit ihr verbringen. Bedauerlicherweise war der Tag schon um und wir verabschiedeten uns voneinander.
Am Abend sagten meine Eltern, dass es eine kleine Planänderung gäbe. Das Restaurant, in dem wir eigentlich essen wollten, war geschlossen. Das fand ich seltsam, dennoch dachte ich mir nichts weiter dabei. Im anderen Restaurant angekommen, sah ich sie. Sie sass an einem Sechsertisch und es hatte genau drei Plätze frei. Für meine Eltern und mich. Ich schaute nur dumm zu meinen Eltern und sie mussten lachen. Aber ich war ihnen dankbar.
Am nächsten Tag fuhren nur Laria und ich zusammen Ski. Wir wollten noch so viel voneinander wissen. Auch dieser Tag verging wie im Flug. Ganz oben auf dem Berg wollte ich sie etwas fragen, doch dann passierte es. Sie küsste mich. Mir verschlug es die Sprache, aber ich war unglaublich glücklich. Dann fragte sie mich: „Willst du mein Freund sein?“
Nun – der Rest ist Geschichte 🙂
Ob das wirklich stimmt? Nun ja, das Datum spricht vielleicht für sich … April, April!
Janis, WF Bloggen 24/25


Das ist eine extrem süsse Kennenlernstory. Ich finde es sehr mutig von dir, dass du den ersten Schritt gemacht und gefragt hast, wie sie heisst. Ich stimme dir zu, Laria ist ein sehr schöner Name.
lg Lena
Vielen Dank für deinen Kommentar, Lena. Leider ist die Geschichte nur ein Aprilscherz 🙂