Spaziergang endet in Panik

Es war ein ruhiger Samstagmorgen. Ich stieg aus dem Bett und zog die Rollläden meines Zimmers hoch. Es war schon 10 Uhr. Ich blickte nach draussen und betrachtete das Wetter. Nichts Besonderes, nicht gut, aber auch nicht schlecht, dachte ich mir. Über unserem Haus lag dichter Nebel, aber es war trotzdem sehr hell, da die Sonne jede Gelegenheit nutzte, um durch den Nebel zu scheinen.

Ich ging ins Wohnzimmer, machte mir meinen morgendlichen Kaffee und etwas Kleines zu essen. Beim Essen überlegte ich, was ich heute so machen könnte, und schaute auf die Wetter-App. Die App zeigte mir an, dass der Nebel bis ungefähr Mittag bleiben würde, sich danach aber aufklaren sollte. Ich entschied mich, spazieren zu gehen, sobald der Nebel verschwunden war.

Also wartete ich, schaute ein bisschen fern und auf mein Handy. Da passierte es. Der Nebel klärte sich auf, denn ich konnte die Sonne durch mein Fenster erkennen. Als ich das sah, zog ich mir direkt Schuhe und eine Jacke an, weil es doch noch etwas kalt war, und machte mich auf den Weg zu einem wunderschönen Spaziergang. Dachte ich zumindest.

Ich ging von meinem Haus aus eine Strasse entlang, die nach oben führte. Ich folgte ihr, um zum Wald zu gelangen. Je weiter ich nach oben kam, desto dichter wurde der Nebel wieder. Am Waldrand angekommen, war er so dicht, dass er fast alle Sonnenstrahlen verschluckte. Über einen kleinen Kiesweg ging ich in den Wald zu einem kleinen Teich, der im Nebel sehr düster aussah.

Ich war durstig und ging zum Brunnen, der ein paar hundert Meter vom Teich entfernt war. Ich trank einen Schluck von dem eiskalten Wasser. Nach der kleinen Stärkung ging ich weiter. Der anfangs noch relativ breite Kiesweg wurde immer schmaler und matschiger, bis er schliesslich ganz aufhörte. Ich sah mich um und fragte mich, ob ich zurückgehen sollte.

Ich entschied mich, auf Google Maps nachzusehen, ob es sich lohnte weiterzugehen oder ob ich umkehren sollte. Da sah ich einen wunderschönen See, umgeben von einem Sandstrand. Das war der entscheidende Punkt, der mich überzeugte, weiterzugehen. Als ich nicht mehr weit vom See entfernt war, verspürte ich ein seltsames Gefühl, so seltsam, dass ich es nicht einmal beschreiben konnte. Aber woher kam es, fragte ich mich.

Ich näherte mich dem See und sah: Er war nicht blau, sondern leuchtend grün. Ich war so verwirrt, warum er plötzlich giftgrün war, dass ich mich dem See näherte. Das Leuchten im See wurde stärker. Es sah aus, als hätte er einen leuchtenden Kern oder etwas Ähnliches. Dann sah ich mich um und entdeckte ein gelbliches Fass, das wie ein Ölfass aussah.

Ich wollte auch dieses Fass genauer anschauen, weil es eine ebenso ungewohnte Farbe hatte wie der See. Als ich näher kam, erkannte ich ein schwarzes Symbol darauf. Eine Zeit lang wusste ich nicht, was es bedeutete. Ich betrachtete das gelbe Fass mit dem schwarzen Symbol darauf noch eine Weile, bis ich es endlich verstand.

Radioaktivität! Jetzt war mir auch klar,, warum der See so grün schimmerte. Jemand musste diesen radioaktiven Müll in den See gekippt haben. Als ich das endlich begriff, nahm ich all meine Kraft zusammen und rannte so schnell wie möglich vom See weg. Ich hatte Angst, dass ich jetzt radioaktiv verseucht sein könnte, doch …

… die ganze Geschichte war nur ein Aprilscherz. 🙃


Liam, WF Bloggen 24/25

4 Antworten auf „Spaziergang endet in Panik“

  1. Hallo Liam
    Ich finde, dein Text ist sehr spannend und du hast eine kreative Geschichte geschrieben. Mir war es beim Lesen nicht langwellig, denn die Geschichte klang schon ziemlich echt und dachte mir kaum, dass das nur ein Scherz sei.
    Liebe Grüsse Jathushan

  2. Guten Morgen Liam

    Ich finde solche Texte sehr schön, weil ich das Düstere mag, was der Nebel ausgibt. Der Text klingt für mich, als wäre er eher im Herbst. Ich liebe den Herbst, nicht nur wegen der Kälte oder des Nebels, sondern auch wegen des Regens und noch anderen Sachen. Es ist eine meiner Lieblings-Jahreszeiten.
    Mir hat dieser Text sehr gut gefallen.
    Düstere Texte braucht es auch.

    Freundliche Grüsse

    DIMITR1

    1. Danke für deinen netten Kommentar! Ich finde es schön, dass dir meine Texte gefallen und du sie auch spannend findest. Ich finde den Herbst auch wegen der Atmosphäre sehr schön, da es dann eben auch mal regnet, was ich auch sehr toll finde. Liebe Grüsse Liam.

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