Leonisas Grossvater – eine besondere Person in meinem Leben

Mein Grossvater war ein besonderer Mensch, der in meinem Leben eine grosse Rolle gespielt hat. Er war voller Weisheit, Herzlichkeit und Lebenserfahrung. Mit seiner ruhigen und geduldigen Art hat er mir viele wertvolle Dinge beigebracht, die mich bis heute begleiten.

Seit meinem siebten Lebensjahr ist mein Grossvater verstorben. Das war einer der schlimmsten Schicksalsschläge, die ich bisher erlebt habe. Mein Grossvater war wie mein bester Freund. Ich habe viel mit ihm erlebt und ihm immer alles erzählt, ganz egal, worum es ging. Da meine Eltern berufstätig waren, bin ich bei meinen Grosseltern aufgewachsen.

Mein grosser Bruder und ich verbrachten viel Zeit bei ihnen und wir hatten immer viel Spass.

Ich konnte es anfangs nicht verarbeiten, dass er auf einmal weg war. Zwar wusste ich, dass er tot ist, aber ich verstand nicht wirklich, was das bedeutet. Erst mit der Zeit wurde mir bewusst, was es heisst, jemanden für immer zu verlieren. Besonders in den Ferien fehlte jemand mein bester Freund.

Nach ein paar Jahren verstarb auch mein anderer Grossvater, und beide Verluste hinterliessen tiefe Narben in meinem Herzen. Immer wenn es mir nicht gut geht, denke ich an die schönen Zeiten mit ihnen zurück.

Ich dachte, dass ich den ersten Verlust schnell verkraften würde, aber es wurde nicht besser. Die Trauer ist bis heute geblieben. Doch da beide Grossväter bereits vorerkrankt waren, denke ich, dass es ihnen nun besser geht. Und nicht zu vergessen wir werden alle irgendwann diesen Weg gehen.

Was ich an beiden sehr geschätzt habe, war, dass sie immer für mich da waren und ein offenes Ohr hatten. Wenn ich etwas nicht sofort meinen Eltern erzählen konnte oder wollte, habe ich es ihnen anvertraut und sie um Rat gefragt. Sie haben mich wirklich bei allem unterstützt, und ich kann mich nicht beklagen.

Ich weiss nicht einmal, ob sie mich jemals angeschrien haben das kam einfach nicht vor. Wenn es Meinungsverschiedenheiten gab, dann eher in Form einer Diskussion, weil ich sehr stur bin. Das bereue ich ein wenig, denn oft habe ich auf meinem Willen bestanden. Doch mit der Zeit habe ich gelernt, dass ich nicht immer das Beste brauche auch mit wenig kann man glücklich sein, solange es funktioniert.

Was ich auch noch erwähnen möchte: Meine Grosseltern haben mir immer viel erlaubt. Ihnen ging es nicht darum, ob ich etwas kaputt mache, sondern darum, dass ich mich beim Spielen nicht verletze. Ich habe genug erzählt meine Grosseltern werden immer ein Teil meines Herzens bleiben.

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