Lucas Schulzeit im Ennetgraben – Freundschaften, Erlebnisse und Herausforderungen

Ich erzähle euch in diesem Beitrag über meine drei Jahre im Ennetgraben

Das erste Jahr im Ennetgraben

An meinem ersten Schultag ging ich in die neue Klasse. Ich fand es nicht schlimm, weil ich einige Mitschüler bereits aus der Primarschule kannte. Ich setzte mich hin und unsere Lehrerin begrüsste uns herzlich. Sie machte sofort einen sympathischen Eindruck. Als Willkommensgeschenk gab uns einen Stift und einen Radiergummi.

Im Fach Medien und Informatik setzte ich mich neben jemanden, den ich schon ein wenig kannte. Wir unterhielten uns und freundeten uns langsam an.

Die ersten Wochen in der neuen Schule waren sehr entspannt. Nach zwei bis drei Wochen lernte ich eine Klassenkameradin kennen, die mich anfangs zwar etwas nervte, aber trotzdem nett war. Wir redeten miteinander und wurden allmählich Freunde. Insgesamt waren die ersten Wochen im Ennetgraben sehr angenehm und ich knüpfte bis zu den Herbstferien einige neue Freundschaften.

Nach den Herbstferien kam es zu einem Kontaktabbruch mit einer Kollegin. Wir redeten nicht mehr miteinander, ausser wenn es im Unterricht nötig war. Ab diesem Moment wurde die Schulzeit etwas langweiliger. Doch es gab auch Highlights: Unsere Lehrerin nahm uns mit in eine Oper. Das war besonders spannend, da ich noch nie zuvor in einer Oper gewesen war.

Die Oper ist wunderschön.

Mit einer anderen Kollegin, die ich seit der Primarschule kannte, verstand ich mich wieder besser und wir wurden wieder gute Kollegen. Auch mit der Klassenkameradin, mit der ich zuvor den Kontakt abgebrochen hatte, versöhnte ich mich. Im Klassenlager freundete ich mich ausserdem wieder mit dem Mitschüler an, mit dem ich mich zu Beginn des Schuljahres gut verstanden hatte.

Das Klassenlager war sehr lustig. Am ersten Tag wanderten wir durch eine Schlucht zum Lagerhaus, das auf einem Berg lag und einen Fussball- sowie einen Basketballplatz hatte. Nach dem Auspacken entspannten wir uns. Am zweiten Tag machten wir eine Bergwanderung, die zwar anstrengend, aber auch Spass machte.

Ein weiteres Highlight war das Klettern. Einige Mitschüler waren verletzt und konnten nicht klettern und spielten in dieser Zeit Minigolf, was ebenfalls lustig war. Am letzten Lagertag packten wir unsere Sachen und putzten das Haus, bevor wir zurück nach Hause fuhren.

Nach dem Klassenlager verlief die erste Sek relativ ruhig.

Das zweite Jahr im Ennetgraben

Mit Beginn der zweiten Sek wurde unser Freundeskreis kleiner, da eine Freundin die Schule wechselte. Trotzdem war die zweite Sek sehr lustig, da sich unser Freundeskreis im Laufe des Jahres wieder vergrösserte und neue Freundschaften entstanden.

Im November musste ich oft um sieben Uhr morgens zur Schule kommen, weil ich meine Hausaufgaben nicht gemacht hatte, immer verschlief oder es einfach vergass. Es dauerte sehr lange, bis ich alle Einträge los war.

Trotz guter Freunde und einem grossen Freundeskreis gab es sehr oft Streit und bis zur dritten Sek zerfiel die Gruppe immer mehr, bis am Ende nur noch die Freundschaften vom Anfang blieben.

Das dritte Jahr im Ennetgraben

In der dritten Sek passierte bis zum Winter nicht viel Aufregendes.

Dann organisierte unsere Lehrerin einige Ausflüge. Am 14. Dezember besuchten wir das Landesmuseum Zürich, wo wir viel über die Jungsteinzeit und Bronzezeit erfuhren. Nach einer Mittagspause besuchten wir einen Zirkus. Die Vorstellung dauert zwei Stunden.

Nach den Weihnachtsferien erfuhren wir, dass die Schule im Notbudget war und vermutlich keine weiteren Ausflüge oder ein Klassenlager stattfinden würden. Unsere Lehrerin erklärte aber, dass bereits drei Ausflüge vor der Budgetkürzung gebucht worden waren, sodass diese stattfinden würden. Der geplante Schneesporttag musste allerdings ausfallen.

Wir besuchten ein Theater in Winterthur. Es handelte von drei Physikern, die im Irrenhaus lebten, aber in Wahrheit zwei Geheimagenten waren. Das Stück war spannend und voller überraschender Wendungen.

Im März besuchten wir ein Theater über das Konzentrationslager Ravensbrück, das von einer Frau aufgeführt wurde, deren Grossmutter die Geschehnisse selbst erlebt hatte. Obwohl die Aufführung aufgrund der Darstellung mit Bildern und Zeichnungen teils verwirrend war, fand ich es trotzdem interessant.


Im April der dritten Sek machte ich eine Schnupperwoche im Volg. Am ersten Tag musste ich um 6.30 Uhr im Laden sein. Die stellvertretende Filialleiterin, die auch meine Ausbilderin war, zeigte mir alles und stellte mich den Kollegen vor. Während der Woche lernte ich verschiedene Aufgaben kennen: Regale einräumen, an der Kasse arbeiten und die Bedienung an der Theke übernehmen. Besonders die Arbeit an der Theke gefiel mir, da sie entspannt war. Die Kasse war ebenfalls interessant, auch wenn es manchmal stressig war.

An der Theke verkauften wir kleine Erdbeerküchlein. Wenn jemand klingelt, kommt ein Mitarbeiter. Der Kunde sagt, was er gerne hätte, wir packen es ein und geben es dem Kunden mit. Die Bedienung war eigentlich mein Lieblingsjob, weil ich es sehr entspannend fand, da man keinen Stress hatte.

Die Kasse war mein zweitliebster Job, auch wenn es manchmal sehr stressig war. Meine Ausbilderin fand, dass ich sehr schnell lerne und es für mein erstes Mal an der Kasse nicht schlecht sei und ich gut mit den Kunden umgehe. Doch man hat meine Nervosität gemerkt.

An einem Tag ging jedoch einiges schief: Ich liess etwas fallen und wurde an der Kasse von einem Kunden angeschnauzt. Meine Ausbilderin unterstützte mich und übernahm den Kunden, während ich weiter einräumte.


Trotz des Notbudgets konnten wir trotzdem ins Klassenlager fahren. Zwei Mitschüler fanden ein günstiges Haus im Kanton Schwyz. Wir planten gemeinsam Aktivitäten und Mahlzeiten, wobei wir darauf achteten, dass die Kosten im Rahmen blieben. Am Ende waren alle mit der Planung zufrieden und freuten sich jetzt auf das Lager.

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