Ich möchte euch heute von meiner Konfirmation erzählen.
Die Vorbereitung begann mit dem Konfirmandenunterricht, der bei uns jeden Dienstagabend von 20.00 bis 21.30 Uhr stattfand. An diesen Abenden sprachen wir über viele verschiedene Themen und machten passende Aktivitäten dazu. Insgesamt hatten wir 30 Konf-Abende. Der Unterricht begann etwa vier Wochen nach den Sommerferien und ging bis zur Woche, in der die Konfirmation stattfand.
Die Konfirmation selbst war am 15. Juni. Aber alles der Reihe nach.
Im Unterricht bereiteten wir gemeinsam Texte zum Thema Freundschaft vor. Dieses Thema hatten wir uns zu Beginn des Unterrichts selbst ausgesucht. Die Texte sollten später an der Konfirmation vorgelesen werden. Auch während des Konfirmanden-Wochenendes beschäftigten wir uns intensiv mit dem Thema und überlegten uns passende Sprüche. Unser Leitspruch lautete:
„Freunde sind die Familie, die man sich selbst aussuchen kann.“
Dieser Spruch begleitete uns durch die gesamte Zeit. Es entstanden auch viele weitere Sprüche, die ich hier nicht alle aufzählen möchte.
Aus unseren Texten und einigen Liedern stellte unser Pfarrer ein Programmheft zusammen. Dieses half uns beim Üben und beim Einteilen, wer welchen Teil vorlesen würde. Wir übten fleissig im Unterricht und bereiteten uns gut vor.
Am gleichen Wochenende fand dann auch die Hauptprobe statt. Dabei gingen wir das ganze Programm einmal durch, nahmen noch kleine Änderungen vor und probten diese direkt. Während der Probe war alles noch ganz entspannt. Ich dachte nicht gross darüber nach, wie es wohl sein würde, später vor rund 200 Menschen in der Kirche zu stehen und einen einfachen Text vorzulesen. Aber davon später mehr.
Und dann war der grosse Tag da.
Am Samstagmorgen klingelte mein Wecker um 8 Uhr. Ich stand auf, duschte, zog meinen Anzug an und richtete mein Hemd. Um 9 Uhr trafen wir uns in der Kirche, um uns stimmlich etwas aufzuwärmen.
Um 9.30 Uhr wurden die Türen geöffnet, und nach und nach strömten Eltern, Gottis, Göttis und Grosseltern in die Kirche, die sich schnell füllte. Der Gottesdienst begann um 10 Uhr mit dem Glockenläuten. Wir kamen von hinten durch die Menge und gingen zur Empore hinauf.
Oben angekommen, bildeten wir einen Vertrauenskreis. Jeder liess sich nach hinten fallen und vertraute darauf, dass niemand loslässt. Dann ging es weiter mit unseren Texten, die wir im Lager vorbereitet haben. Anschliessend banden wir gemeinsam mit den Eltern ein grosses Netz und hängten es über unsere Köpfe. Dieses Netz symbolisierte die Verbindung zwischen uns allen.
Dann folgte die eigentliche Konfirmation. Wir wurden einzeln nach vorn gerufen und unser Pfarrer gab uns persönliche Worte mit auf den Weg. Danach erhielten wir von der Kirchenpflege eine Bibel, ein Erinnerungsalbum und ein Konf-Bild. Damit war der offizielle Teil der Konfirmation abgeschlossen.
Anschliessend gab es noch einen Apéro und wir machten noch Fotos in unserer Konf-Gruppe. Zum Abschluss folgte das gemeinsame Konf-Essen, das den goldenen Schlusspunkt bildete.
Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem Bericht meine Konfirmation ein wenig näher bringen.

