Das Gummiboot auf dem Türlersee

Es sind endlich Sommerferien. Ich freute mich sehr darauf, fünf Wochen keine Schule mehr zu haben. Ich ging baden, mit Freunden Fussballspielen oder wir gingen einfach zusammen raus.

Doch eines Tages fragte mich Robin, ob ich zusammen mit ihm und seinen Eltern zum Türlersee komme, da sie ein neues Gummiboot haben. Natürlich sagte ich zu.

Ich packte meine Sachen und sie holten mich ab. Nach einer etwa zehnminütigen Fahrt parkte Robins Vater das Auto, und wir liefen zu einem Steg auf der gegenüberliegenden Seite der Badi. Dort breiteten wir unsere Sachen auf der Wiese aus, und Robin und ich begannen, das Gummiboot zusammenzusetzen. Anfangs hatten wir leichte Schwierigkeiten, aber mit der Zeit klappte es immer besser.

Als das Boot endlich zusammengesetzt war, mussten wir es noch aufpumpen. Zum Glück hatte Robins Vater eine Luftpumpe dabei und schon nach kurzer Zeit war das Boot einsatzbereit. Wir schoben es unter dem Steg hindurch ins Wasser und kletterten darauf. Ein Stück vom Ufer entfernt sprangen wir ins Wasser und schwammen herum.

Doch als wir wieder ins Boot steigen wollten, machten wir einen grossen Fehler. Wir kletterten beide auf derselben Seite hinauf, wodurch das Boot kippte und uns ins Wasser warf. Wir lachten uns kaputt, schafften es aber schliesslich wieder auf das Boot, dieses Mal auf unterschiedlichen Seiten, sodass es nicht erneut kippte.

Etwa zehn Minuten sprangen wir erneut ins Wasser, wieder schwammen wir ein bisschen herum. Doch als wir wieder einsteigen wollten, passierte uns genau der gleiche Fehler wie vorher. Wir versuchten beide, auf der gleichen Seite ins Boot zu klettern, und natürlich kippte es wieder. Als wir merkten, dass es sich drehte, bekamen wir einen Lachanfall.

Das Boot drehte sich so, dass Robin und ich darunter landeten, und immer noch konnten wir nicht aufhören zu lachen. Plötzlich sah ich, wie eine Taucherbrille auf den Grund des Sees sank. Zum Glück konnte ich sie gerade noch festhalten.

Erleichtert tauchte ich wieder auf. Doch dann entdeckten wir das Paddel im Wasser. Es trieb langsam in die Tiefe. Wir versuchten, es zu erreichen, aber wir lachten so sehr, dass wir kaum noch Kraft und Luft hatten. Ich konnte einfach nicht mehr.

Als wir schliesslich wieder auftauchten, lachten wir immer noch. Wir drehten das Boot um und kletterten wieder hinein. Robin bekam kurzzeitig einen leichten Krampf, aber der ging schnell wieder vorbei. Noch immer konnten wir nicht aufhören, zu lachen.

Als wir ans Ufer zurückkehrten, ahnten Robins Eltern noch nichts von unserem Missgeschick. Auf dem Rückweg zum Steg überlegten wir, wie wir es ihnen sagen sollten. Als wir schliesslich zu ihnen liefen, mussten wir ununterbrochen lachen. Wir hatten aber auch ein wenig Angst, dass wir Ärger bekommen würden. Doch alles war nur halb so schlimm. Ein kleiner Rüffel, aber nichts Ernstes.

Dieser Tag wird mir immer in Erinnerung bleiben, da es ein sehr lustiges Erlebnis war. Wenn ich zurückdenke, muss ich schmunzeln und ich spreche auch mit Robin manchmal noch darüber. Wenn wir das machen, müssen wir immer lachen.


Dieser Text wurde von Linus im Wahlfach Bloggen 24/25 verfasst.

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