Ich schreibe diesen Blogartikel, um euch zu zeigen, wie ich mich auf meine Präsentation im Fach Geschichte vorbereitet habe. Der Grund ist einfach: Ich wusste anfangs ehrlich gesagt nicht genau, wie man so etwas richtig macht. Ich wollte aus meinen Fehlern lernen und vielleicht hilft dieser Text ja auch euch weiter.
Themenwahl: Bloss nicht als Erster!
Alles begann im März. Wir hatten gerade das Thema „Zweiter Weltkrieg“ abgeschlossen. Danach ging es um die Zeit nach dem Krieg, allerdings nicht wie sonst mit Unterricht durch unsere Lehrerin, sondern durch uns selbst. Jeder von uns sollte ein Thema vorbereiten und in einem Vortrag vorstellen.
Unsere Lehrerin verteilte ein Blatt mit 22 Themen. Wer ein Thema ganz oben auf der Liste wählte, musste auch als Erster präsentieren. Das wollte ich unbedingt vermeiden. Ganz am Ende zu sein, fand ich aber auch nicht ideal. Also suchte ich mir ein Thema aus der Mitte der Liste aus.
Erste Überraschung: Drei Kriege statt einer
Ich entschied mich für das Thema „Golfkrieg“. Ich dachte zunächst, es handle sich um einen einzigen, kurzen Krieg, also etwas, das sich gut in 30 bis 40 Minuten erklären lässt. Doch da lag ich falsch.
Schon bei der ersten Recherche merkte ich: Es ging um drei Golfkriege und der erste dauerte sogar acht Jahre. Das hatte ich nicht erwartet und plötzlich war das Thema viel komplexer, als ich gedacht hatte.
Mein Plan: Chronologisch durch die Geschichte
Ich wollte die drei Kriege der Reihenfolge nach erklären: Wann und warum sie begannen, wie sie verliefen und wie sie endeten. Mein Ziel war nicht nur, meinen Mitschülern das Thema verständlich zu machen, sondern auch selbst dazuzulernen.
Recherche: Von YouTube bis ChatGPT
Als Einstieg schaute ich mir ein Lernvideo von MrWissen2go an. Das gab mir einen guten Überblick. Danach begann ich, meine PowerPoint-Präsentation zu gestalten, mit einer Titelfolie und einer Karte zur geografischen Lage der Region.
Ich sammelte Informationen aus verschiedenen YouTube-Videos. Dabei war ich überrascht, wie viele Länder an den Konflikten beteiligt waren und wie gross die Bedeutung dieser Kriege eigentlich war, auch wenn man heute nicht mehr oft davon hört.
Die Recherche war allerdings nicht immer einfach. Manche Quellen waren schwer verständlich oder ungenau. Auch ChatGPT nutzte ich zur Unterstützung. Es half mir oft weiter, aber manchmal bekam ich zu viele Infos auf einmal oder stellte die falschen Fragen. Ich merkte: Man muss gezielt und klar formulieren, um gute Antworten zu bekommen.
Die Präsentation: Mehr Vorlesen als Vortragen
Meine Präsentation folgte dem chronologischen Aufbau. Nach der Einführung zeigte ich, wo genau die Golfregion liegt. Ich sprach über Saddam Hussein, die islamische Revolution und den Beginn des Iran-Irak-Kriegs. Ich erklärte den Verlauf des Kriegs und dass westliche Länder damals den Irak unterstützten.
Dann kam der Zweite Golfkrieg, also die Invasion Kuwaits durch den Irak. Ich erwähnte die Operationen „Desert Shield“ und „Desert Storm“ sowie das schnelle Kriegsende. Danach folgte der Dritte Golfkrieg, ausgelöst durch die Anschläge vom 11. September 2001. Auch hier erklärte ich die Hintergründe, den Verlauf und das Ende.
Während der Präsentation stellte ich mein iPad vor mich und las meinen Text ab. Das war leider mehr Vorlesen als freies Vortragen. Etwas, das ich beim nächsten Mal anders machen würde.
Was ich beim nächsten Mal anders machen würde
Rückblickend würde ich wahrscheinlich ein anderes Thema wählen. Der Golfkrieg war deutlich schwieriger und umfangreicher, als ich gedacht hatte. Ich hätte ausserdem mehr Zeit fürs Planen und Üben gebraucht.
Auch würde ich mich beim nächsten Mal weniger auf Technik oder KI verlassen und stärker versuchen, den Inhalt selbst zu strukturieren. So hätte ich besser verstanden, worum es wirklich geht und wäre sicherer beim Präsentieren gewesen.
Fazit: Gute Vorbereitung ist alles
Ein besonderes Highlight hatte meine Präsentation zwar nicht, aber ich habe trotzdem viel gelernt. Vor allem eines: Gute Vorbereitung macht den Unterschied. Wer früh anfängt, sich einen klaren Plan macht und gezielt recherchiert, ist am Ende besser dran, auch bei schwierigen Themen.
Dieser Text wurde von Benjamin im Wahlfach Bloggen 24/25 geschrieben.

