Meine Freundin, mein Lieblingsmensch

Es fing in der Schule an, in der ersten Klasse, denn so haben wir uns kennengelernt. Am Anfang war es schwierig, wahre Freunde zu finden, doch mein damaliger Klassenlehrer brachte uns zusammen. Ich verbrachte meine Pause mit ein paar sogenannten Freunden, und ich vermute, Herr Simler merkte, dass ich mich mit ihnen nicht richtig wohlfühlte.

Eines Tages lächelte er mich an und sagte: ,,Warum verbringst du nicht mal die Pause mit Sofia und Kunsel?“ Ich sah ihn verwirrt an und da sagte er, immer noch lächelnd, zu mir: ,,Komm, ich stelle sie dir vor.“ So ging ich mit ihm mit und so begann ein neues Kapitel, mit zwei tollen Freundinnen.

Von da an verbrachten wir jede Pause zusammen und wurden enge Freundinnen. Wir haben viele tolle Erinnerungen gesammelt. Aber was ich heute am meisten vermisse, sind unsere alten Muffin Day‘s. Jedes Mal, wenn ich unsere alten Bilder anschaue oder sie mir gezeigt werden, erinnert mich das an die unvergesslichen Zeiten: unser erstes Camping, unsere erste Übernachtung, als wir das erste Mal zusammen an der Chilbi waren, das erste Mal in Zürich oder Zug und noch sehr vieles mehr.

Ich erinnere mich an diese Tage, als wäre es gestern gewesen. Einige Erlebnisse sind noch frisch, andere schon älter. Aber es fühlt sich an, als wäre es erst letzte Woche gewesen, als wir das erste Mal miteinander gesprochen haben. Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist, wir waren doch erst noch gestern in der Primarschule und jetzt suchen wir schon unsere Lehrstellen. Naja, nur ich suche noch, da sie ihre schon haben, worüber ich mich sehr gefreut habe.

Es vergeht kein Tag, ohne dass ich mich an unsere gescheiterte Veloprüfung erinnere oder daran, als du die Idee hattest, mich im Schach gewinnen lassen wolltest, da ich das Spiel nie richtig verstanden habe. Doch leider hat uns Herr Simler damals nicht geglaubt. Aber er lag auch nicht falsch, ich meine, ich hätte uns auch nicht geglaubt, dass ich gewonnen habe.

Die Zeit in der Primarschule liegt nun schon sieben Jahre zurück. Und jetzt sind wir bereits in der dritten Sek. Unsere Freundschaft brachte uns auch viele Schwierigkeiten, doch trotzdem sind wir beieinander geblieben. Ich liebe alles, was du mir je gegeben hast, ob Briefe, Geduld oder einfach deine Freundschaft. Wenn ich einmal Hilfe brauche, bist du die erste Person, an die ich mich wende.

Es vergeht kein Tag ohne unsere sinnlosen Fragen. Ich könnte mir keinen Tag, keine Woche und kein Leben ohne dich vorstellen. Du bist wie ein Teil meiner Familie, wie meine liebste Schwester.

2 Antworten auf „Meine Freundin, mein Lieblingsmensch“

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