Erster Schultag
Am ersten Schultag bin ich um 6 Uhr aufgewacht und um 6.50 Uhr zur Bushaltestelle gegangen. Zum ersten Mal bin ich ganz alleine nach Affoltern am Albis gefahren, ohne meine Eltern. Ich hatte fast gar keine Ahnung, wohin ich gehen musste, aber ich wusste, dass ich in den Süden gehen sollte, weil meine Klassenlehrerin uns einen Brief geschickt hatte. Darin standen unsere Namen und das Klassenzimmer: S 02.
Als ich in der Schule ankam, fand ich den Süden und ging in das Zimmer 02. Dort bekamen wir viele neue Schulmaterialien: ein Geodreieck, ein Lineal mit unserem Namen darauf, Bleistifte, Stifte, einen Taschenrechner, Farbstifte und noch einige andere Sachen. An diesem Tag mussten wir fast nichts machen. Wir haben nur alle Lehrerinnen und Lehrer kennengelernt und Hallo gesagt.
Meine Lieblingsfächer
Am meisten mag ich Sport und Mathematik, aber mir gefallen auch noch Französisch, Deutsch, Englisch, WAH, TTG und Natur und Technik.
Mein Lieblingssport
Ich mag viele Sportarten: Volleyball, Fussball, Schwimmen, Basketball und Kin-Ball. In der Woche gehe ich zu drei verschiedenen Trainings:
Montag: Volleyball
Freitag: Fussball
Samstag: Schwimmen
Wie ich in die Schweiz gekommen bin
Wir haben früher in einer Wohnung gewohnt. Einige Monate vor dem Krieg wollte mein Vater ein Haus bauen. Er hatte genügend Geld und wollte kein grosses, aber ein cooles Haus bauen. Unsere Familie hat fast jeden Tag geholfen und nach ein bis zwei Monaten war das Haus fertig.
Dann kam der Krieg, und wir mussten so schnell wie möglich in ein anderes Land fliehen. Meine Mutter wollte schon lange in die Schweiz, also sind wir über sie hierhergekommen. Wir mussten drei Tage lang fahren und es war sehr anstrengend. Nach der Ankunft haben wir bei meiner Tante gewohnt. Nach zwei bis drei Monaten bin ich zusammen mit meiner Schwester in die Schule gegangen.
Gleich am Anfang habe ich viele Freunde gefunden. Alle waren sehr nett zu mir und ich auch zu ihnen. Ich habe anfangs gar kein Deutsch verstanden, aber jetzt, fast vier Jahre nach Kriegsbeginn, gehe ich in die Oberstufe und habe noch mehr coole Freunde.
Meine weiteren Hobbys
Ich zeichne sehr gerne, vor allem mit Bleistift. Meistens zeichne ich mit Farbstiften, obwohl ich in meiner Freizeit selten dazu komme, aber in der Schule macht es mir grossen Spass. Schon in der Primarschule habe ich gerne gemalt, aber in der Sekundarschule gefällt es mir noch besser, weil wir dort coolere Sachen zeichnen, unter anderem Schatten.
Ein weiteres Hobby von mir ist Musikmachen. Ich benutze dafür ein Programm auf meinem Laptop, das FL Studio heisst. Es gibt dort fast alle Instrumente und es ist ganz einfach zu bedienen. Ich kann damit Schlagzeug, Bass und viele andere Instrumente spielen. Es gibt mehrere Versionen, aber eine davon ist kostenlos und die benutze ich.


Krieg ist einfach etwas Schreckliches und ich bin sehr froh, dass ich das noch nie erleben musste. Der Moment, als deine Familie entschieden hatte zu fliehen, die Familie und das fertige Haus zu verlassen, muss unglaublich schwierig und traurig gewesen sein! Ich bin froh, dass du dich in deinem neuen Zuhause so wohlfühlst.
Vielen dank Maleri für deinen kommentar zum meine geschicht, und ich wünsch dir das du im sein leben nie krieg hast.