Der Tag, an dem mein Zahn brach

Als ich in der zweiten Klasse war, gingen wir als Klasse ins Schwimmbad Stigeli. Die Parallelklasse war auch dabei. Ich war sehr glücklich, mit all meinen Freunden schwimmen zu gehen. Zuerst mussten wir eine Strecke schwimmen, danach durften wir frei ins Wasser. Es war sehr lustig, und ich hatte viel Spass.

Als ich dann zum zehnten Mal rutschen ging, schaute ich nach hinten, und mein ganzer Körper drehte sich mit. In dieser Sekunde verletzte ich mich am Metall und mein rechter Vorderzahn brach in der Mitte ab. Ich rannte ins WC, schaute mich im Spiegel an und weinte und weinte. Eine Lehrerin rannte mir hinterher und gab mir ein paar Tücher, um das Blut von meinen Lippen abzuwischen.

Wenige Minuten später kamen die Bademeister und brachten mir einen Beutel mit Eiswürfeln. Der ganze Weg zum WC war voller Blut. Die Lehrpersonen wussten nicht, was sie machen sollten. Sie sagten mir, ich solle zum Platz gehen und mich ausruhen.

Am Ende des Nachmittags gingen alle nach Hause. Mein Lehrer wollte nicht, dass ich alleine gehe. Deswegen wartete ich mit ihm im Klassenzimmer auf meine Mutter, bis sie mich abholte.

Am Abend ging ich einfach schlafen, weil ich keine Lust auf den Arzt hatte. Am nächsten Morgen gingen meine Mutter und ich zum Zahnarzt. Dort erzählte sie, dass sie am Tag davor noch einmal ins Schwimmbad gegangen war. Die Rutsche war bereits ausgeschaltet. Sie sah dort sofort meinen Zahn und nahm ihn mit. Beim Zahnarzt zeigte sie dem Arzt den Zahn. Er sagte, es sei der richtige. Ich war sehr glücklich und meine Mutter auch.

Der Zahn wurde mir wieder angeklebt.

Ich musste ein paar Monate eine kleine Zahnspange tragen und jede Woche zum Zahnarzt, damit kontrolliert werden konnte, ob der Zahn noch etwas spürt. Nach einigen Monaten durfte ich die Zahnspange endlich ausziehen. Manchmal vermisse ich sie ein bisschen, aber dann bin ich wieder dankbar.

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