Klassenlagerbericht von Patricia

Tag 1 (Montag)

Heute ist der 4. April und ich gehe mit meiner Klasse ins Klassenlager. Wir treffen uns um 8:10 am Bahnhof und nehmen dann den Zug. Frau Rauber und Frau Gloor verabschieden sich von uns, weil sie mit dem Auto fahren, die Computer mitnehmen und für uns das Mittagessen zubereiten.

Meine Klasse und ich sind mit Herrn Sigg und Thomas, dem Sohn von Frau Gloor unterwegs. Auf der Fahrt nach Signau müssen wir zweimal umsteigen. Vom Bahnhof in Signau bis zu unserem Klassenlagerhaus dauert es noch nochmals 20 Minuten. Wir müssen den Berg erklimmen und dabei unser Gepäck schleppen.

Im Lagerhaus angekommen, ziehen wir direkt Finken an. Wir dürfen nicht mit den Strassenschuhen ins Haus gehen, weil es sonst zu schmutzig wird (und wir am Ende des Klassenlagers selbst putzen müssen). Wir machen unsere Betten und richten uns im Zimmer ein.

Zum Zmittag gibt es Tortellini mit Tomatensauce. Wir sitzen an zwei langen Tischen, aber es gibt eine Sitzordnung. Wer den Tisch deckt, darf sie bestimmen. Dabei muss man achten, dass niemand ausgeschlossen wird und es immer wieder neu gemischt wird, damit man auch mal mit anderen Kollegen spricht.

Nach dem Essen gehen die ersten zwei Gruppen mit Thomas und Herr Sigg an die Dorfführung. Ich gehöre zu der zweiten Hälfte. Darum räumen und waschen wir erst mal ab. Unsere Führung beginnt nämlich erst um 15:00. Bei der Führung erzählt Herr Sterchi uns über das Dorf Signau. Wir machen uns Notizen und fotografieren, damit wir genügend Material für den Klassenlagerblog bekommen.

Die Führung dauert eine Stunde. Ich habe Herrn Sterchi nicht immer gut verstanden, weil er einen Bernerakzent hat. Und den kannte ich bisher noch nicht. Trotzdem habe ich viele neue Sachen erfahren und gelernt.

Tag 2 (Dienstag)

Es ist schon der zweite Tag und ich habe recht gut geschlafen. Es war einfach sehr kalt in der Nacht. Ich bin ungefähr zweimal aufgestanden, weil meine Decke weg war.

Am Morgen werden wir von Herrn Sigg geweckt. Wir ziehen uns an und gehen frühstücken. Ich trinke warme Milch mit Kakao und esse Brot mit Butter und Marmelade. Es schmeckt mir ausgezeichnet, aber ich bin auch am Verhungern. Obwohl ich bereits fertig bin, muss ich warten bis alle gegessen haben, vorher dürfen wir nicht von Tisch aufstehen.

Jetzt gehts los. Herr Sigg und Thomas haben eine Wanderung geplant und ich muss mir überlegen, was ich am besten anziehe. Ich wähle meine breiten Hosen und einen warmen Pulli und gehe runter, um in meine Wanderschuhe zu schlüpfen. Aber stopp. Erst muss ich noch bei Frau Rauber vorbei und etwas zu essen einpacken. Es gibt Äpfel, Schokolade, Riegel und Traubenzucker.

Jetzt ziehe ich meine Schuhe an und gehe raus, wo die anderen schon warten. Wir gehen zum Bahnhof und fahren mit dem Zug bis nach Langnau. Von dort wandern wir dann zurück ins Haus. Wir müssen sehr viel laufen, dass sogar ich müde geworden bin. Zwischendurch machen wir eine Pause und essen etwas. Dann gehts wieder weiter. Meine Beine tun weh und ich bin müde.

Wir kommen dann irgendwann zu Hause an und ich gehe sofort duschen. Nachdem ich geduscht habe, fühle ich mich richtig gut. Jetzt muss meine Gruppe und ich aber schon in die Küche, um das Abendessen vorzubereiten. Wir kochen Älplermagronen. Zur Vorspeise gibt es ein Glas mit Karotten-, Gurken- und Paprikaastengeln mit einer Joghurt Sauce.

Nach dem Essen geben wir unsere Handys ab. Langsam verschwinden wir in unseren Zimmern und dann ist Nachtruhe.

Tag 3 (Mittwoch)

Es ist der dritte Tag und es fühlt sich an, als wären wir schon eine Woche hier. Herr Sigg kommt wieder, um uns zu wecken. Heute bleiben wir alle zu Hause. Es gibt Frühstück wie gestern.

Nach dem Frühstück erzählt Frau Rauber, was wir heute machen. Es wird ein Mann, Herr Tschanz kommen, der uns etwas über alte Schriften erzählt, ein Schönschreiber. Zuerst hören wir einfach nur zu. Herr Tschanz erzählt uns über die Geschichte der Schrift, das ist sehr interessant. Er erzählt, wie die Menschen Tinte herstellten und auf welche Materialien sie schrieben. Zum Schreiben verwendeten sie Vogelfedern!

Dann konnten wir selber mal versuchen, diese alte Schrift nachzumachen und mit einer Feder zu schreiben. Wir bekommen zwei Blätter, Tinte, ein Taschentuch und eine Serviette. Am Anfang ist es sehr schwierig, aber dann mit der Zeit kann man es schon langsam. Natürlich kann ich es nicht perfekt, aber es sieht doch schön aus?!

Als wir dann fertig mit dem Schreiben sind, zeigt Herr Tschanz uns, welche Arbeiten er für Kunden macht. Alle sind erstaunt über seine Beispiele. Es sind wunderschöne Produkte, die er mitgebracht hat.

Er musste dann gehen und wir bleiben zu Hause. Am Nachmittag geben wir unsere Handys früh ab. Erst arbeiten wir eine Stunde am Blog, danach spielen wir zwei Stunden lang normale Spiele, wie UNO.

Es ist bald Abend und wir essen alle zusammen.

Tag 4 (Donnerstag)

WOW!! Es ist schon der vierte Tag und somit der letzte Tag unseres Klassenlagers, weil wir am Freitag bereits wieder zurück nach Affoltern am Albis gehen.

Frau Rauber hatte uns schon in der Schule erzählt, was wir an diesem Tag machen werden. Wir gehen in eine Keksfabrik, die Kambly heisst. Um dahin zu kommen, fahren wir erst mit dem Zug nach Langnau und steigen dann nach Trubschachen um.

In Trubschachen treffen wir uns mit Frau Rauber und Frau Gloor. Frau Rauber erklärt uns den Gruppenauftrag. Wir machen in Dreiergruppen eine kleine Besichtigungstour durch Trubschachen und müssen die Antworten auf die Fragen finden.

Nachdem wir an allen Posten gewesen sind, treffen wir uns vor dem Fabrikladen. Hier gibt uns Frau Rauber einen neuen Auftrag. Wir müssen im Laden herumlaufen und Kekse probieren. Es gibt so viele Kekse hier, die ich mag und probiere von jeder Sorte mindestens einen. Mein Magen wird voller und voller, weil ich wohl zu viele Kekse gegessen habe.

Als sich alle Gruppen durchgegessen haben, kommt die schlechte Nachricht. Wir müssen zurück nach Langnau laufen und können dann von dort aus den Zug nehmen. WARUMM … denken wir uns, aber wir können nichts machen. Also laufen wir los. Ich mir den Weg schwieriger vorgestellt, aber er ist relativ einfach. Es geht nur geradeaus.

Trotzdem sind wir müde, als wir in Langnau ankommen. Wir steigen in den Zug und reden kaum miteinander. In Signau angekommen, denken wir nur … und jetzt müssen wir wieder 20 Minuten den Berg hinaufgehen 🙁 .

Aber wir ziehen es durch und kommen an. Einige gehen sofort duschen, andere beginnen zu packen.

Nach dem Abendessen geben wir die Handys ab und dann ist schon Nachtruhe.

Tag 5 (Freitag)

TRAURIG ABER AUCH GUT. Der letzte Tag – es ist schon Freitag und wir müssen wieder abreisen. Wir stehen auf und frühstücken wie immer alle zusammen.

Danach verteilt Frau Rauber die Aufgaben. Alle müssen ihren Koffer packen und vor das Haus stellen. Danach beginnt das Putzen des Hauses. Einige putzen ihre Zimmer, andere Toiletten, die Küche … Zuerst putze ich den Boden im Gemeinschafts- und Essraum.

Danach zähle ich Besteck. Wenn es weniger als 30 im Körbchen habe, lege ich einen Zettel rein, auf dem steht, wie viele Messer oder Löffel noch fehlen. Dann schauen wir in der Küche oder in anderen Körbchen nach, ob wir die fehlende Anzahl noch finden. Am Schluss ist alles Besteck vollständig.

Die Hauseigentümer kommen für die Schlusskontrolle vorbei. Sie gehen in jedes Zimmer und schauen, ob es wirklich sauer und alles in Ordnung ist. Als sie zufrieden sind, nehmen wir unser Gepäck und gehen zum Bahnhof.

Wir fahren bis nach Bern, steigen dort um nach Zürich. Ich schlafe während der Fahrt, ich bin todmüde. In Zürich steigen wir in den Zug nach Affoltern am Albis. Jetzt fühle ich mich richtig gut, weil ich bald zu Hause bin und richtig schlafen gehen kann.

WIR SIND ANGEKOMMEN 🙂 . Frau Rauber wartet schon auf uns. Wir verabschieden uns von ihr und bedanken uns für das Klassenlager.

Sobald ich zu Hause ankomme, gehe ich schlafen. Ich bedanke mich sehr bei Frau Rauber, dass wir ein Klassenlager machen konnten. Es hat Spass gemacht.

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