Eine Woche Klassenlager in Signau

Wir gehen ins Klassenlager nach Signau (Kanton Bern). Wir haben uns alle darauf gefreut oder sollte ich eher sagen, die meisten. Seit über zwei Monaten haben wir das Klassenlager vorbereitet. Von der Haussuche bis zu den Kochgruppen.

Montag

Wir treffen uns am Montagmorgen um 08:10 vor dem Avec. Einige kamen schon früher, um ein paar Snacks für unterwegs zu kaufen. Es sind glücklicherweise alle rechtzeitig da und der Zug nach Zürich HB kommt um 08:22 Uhr.

Anreise

Wir steigen in den Zug und ist ein wenig schwierig, alle Koffer in den Zug zu hieven. Auch regen wir uns darüber auf, dass Frau Gloor und Frau Rauber gemütlich mit dem Auto reisen (okay, sie nahmen auch viel Material und Nahrungsmittel mit). Wir hingegen verbringen die Zeit im Zug.

In Zürich steigen wir um und müssen eine lange Strecke von einem Gleis zum anderen laufen. Meine Arme tun unglaublich weh, da mein Koffer sehr schwer ist. Im Zug kommt bereits das nächste Problem. Es sind noch zwei andere Klassen da und wir haben fast keinen Platz. Zudem sind diese Kinder etwas zu laut und die Lehrerin einfach nur respektlos. Mir ist noch nie so eine respektlose Lehrperson begegnet.

Schwamm drüber. Nach einer Stunde kommen wir endlich in Bern an und steigen in den Zug nach Signau um. Die Fahrt dauert nur 30 Minuten und ist sehr chillig. In Signau angekommen, müssen wir mit dem ganzen Gepäck den steilen Weg hinauf bis zum Lagerhaus laufen.

Ankunft im Haus

Wir kommen total verschwitzt und kaputt in unserem Haus an. Als Erstes tragen wir unsere Koffer hoch und besichtigen das ganze Haus. Unser Zimmer sieht sehr schön aus. Es hat 10 Betten, von denen immer zwei zusammen stehen, also ein Doppelbett. Wir beziehen die Betten und richten uns ein.

Nach ca. einer Stunde können wir zu Mittag essen. Frau Gloor und Frau Rauber haben Tortellini mit Tomatensauce vorbereitet.

Die Dorfführung

Um 3 Uhr laufen wir an den Bahnhof und treffen da Herrn Sterchi. Ein netter Mann aus Signau, der uns etwas über Signau und die Häuser erzählt. Die Führung ging eine Stunde und wir haben sehr viele Informationen über das Dorf und die speziellen Häuser erfahren. Was wir erfahren haben: Darüber werde ich einen eigenen Artikel schreiben.

Abend

Es ist inzwischen schon Abend. Gruppe 2 bereitet das Abendessen zu, es gibt Reis mit Curry. Während die Gruppe das Abendessen macht, chillen die anderen ein wenig, hängen am Handy oder reden miteinander. Das Essen ist sehr, sehr lecker.

Nach dem Abendessen wird es sehr lustig. Wir stürmen nach oben, da jeder zuerst duschen will. Nachdem alle geduscht sind, machen wir uns bettfertig. Das Handy müssen wir um 21:30 Uhr abgeben, da die Leiter noch mit uns allen über die Regeln sprechen wollen.

Um 22:00 Uhr ist dann auch schon Nachtruhe und wir müssen leise sein. Jedoch sprechen wir Mädchen noch sehr lange über die verschiedensten Themen. Wir finden, es hat uns irgendwie auf eine Weise weiter gebracht, da wir uns jetzt alle näher stehen. Irgendwann schlafen wir dann ein.

Dienstag

Der Morgen

Wir werden sehr aggressiv geweckt. Herr Sigg hat sicher viermal an unsere Tür geklopft und das nicht leise. Wir haben uns sehr erschrocken. Die Tischgruppe 4 muss sich bereit machen, um das Frühstück zuzubereiten. Die anderen versuchen, weiterzuschlafen. Zum Frühstück gibt es Brot, Butter, Marmelade, Kaffee, Ovomaltine, Wasser und Birchermüesli.

Die Wanderung

Mit einem vollen Bauch fahren wir mit dem Zug nach Langnau und müssen dann drei Stunden zurück nach Signau wandern. Es ist sehr anstrengend, jedoch habe ich eine tolle Ablenkung, das ist Jamelia 🙂 .

Als wir etwa die Hälfte der Strecke hinter uns haben, zeigt uns Herr Sigg ein Spiel. Es heisst HUA und man hat immer ein (Fantasie-)Schwert in der Hand. Das Ziel ist es, mit dem Schwert jemanden zu schlagen. Sobald ich eine Person schlage, muss diese ausweichen. Sobald sie ausgewichen ist, schlagen sich die zwei Personen neben ihr in den Bauch. Dazu schreibt man immer HUA. Sobald jemand aus dem Takt fällt, ist er draussen.

Nach dem Spiel laufen wir weiter. Es gibt sehr interessante Sachen, auf der Wanderung zu sehen. Geschnitzte Baumstämme, viele Tiere und eine schöne Aussicht. Wir kommen aber sehr erschöpft in unserem Haus an und sind froh, dass wir nichts mehr machen müssen.

Abend

Wir verbringen den Rest des Abends mit Quatschen, Schlafen und am Handy Chillen. Als uns dann Herr Sigg zum Abendessen ruft, sind wir froh, da wir sehr hungrig sind. Natürlich will jeder zuerst im Esszimmer sein, da die Sitzordnung immer am spannendsten ist.

Heute gibt es Älplermagronen mit Apfelmus zum Abendessen. Die Magronen sind so lecker, dass ich noch ein zweites Mal schöpfe. Nach dem Essen sind wir alle sehr müde und als Abendruhe ist, gehen wir schlafen … Dennoch redeten wir in unseren Zimmern miteinander und kamen auf die glorreiche Idee zu wrestlen.

Plötzlich hörten wir Schritte, die immer näher kamen, deswegen sind alle blitzschnell ins Bett gesprungen und haben so getan, als würden sie schlafen. Dorentina konnte ihr Lachen nicht mehr verkneifen. Dann machten Frau Rauber und Herr Sigg das Licht an und sagten, dass wir morgen um 05:30 einmal den Weg zum Bahnhof runter und hoch laufen „dürften“.

3. Tag:

Der Morgen

Wir Mädchen wurden durch ein sehr lautes Klopfen von Herrn Sigg geweckt, was uns ein wenig nervte. Dennoch wussten wir jetzt, dass es kein Spass gewesen war. Wir mussten laufen gehen. Also machten wir uns bereit, gingen nach unten und zogen unsere Schuhe an. Es war eigentlich gar nicht so schlimm. Das einzig Schlimme war, dass ich über Nacht krank geworden war und deshalb meine Nase verstopft war und ich sehr starken Husten hatte.

Als wir wieder zurückkamen, konnten Mari, Dore und ich nicht mehr einschlafen. Also gingen wir nach unten und spielten am Töggelikasten. Wir hörten von unten, wie sie oben alle langsam wach wurden. Man hörte die Schritte tatsächlich bis nach unten. Später dann gab es Frühstück, welches wieder mal sehr lecker war.

Nach dem Frühstück

Nach dem Frühstück sagte uns Frau Rauber, dass heute ein Schönschreiber zu uns kommt und wir unsere Handys erst dann bekommen, damit wir Bilder machen konnten.

Der Schönschreiber kam dann auch schon und wir hörten erst mal zu, da er etwas über die Geschichte des Schreibens erzählte. Er hat uns auch viele Sachen und Werkzeuge mitgebracht, damit wir uns ein Bild machen konnten, was was ist. Er hat beispielsweise ein Buch mitgebracht, das 17 Kilo schwer ist.

Infos

Früher hat man mit Kohle oder Blut an die Höhlenwände gemalt oder geschrieben. Später dann hat man herausgefunden, dass man auch auf Wachstafeln schreiben kann. Man konnte dort etwas draufschreiben und wenn man es wieder löschen wollte, machte man das Wachs einfach warm. Es verflüssigte sich, man verstrich es und so konnte man wieder weiterschreiben. Viel später verwendete man dann auch Tierhaut, die erst getrocknet werden musste, damit man sie als Papier verwenden konnte.

Herr Tschanz (der Schönschreiber) hat uns dann auch noch gezeigt, wie man früher die Farben gemischt hat. Zum Beispiel mit der Nuss einer Pflanze, die im Wasser wächst, das wäre dann die Farbe Braun. Rot konnte man mit Blut machen. Auch hat er uns gezeigt, wie man Schwarz gemischt hat. Mit Blüten konnte man auch verschiedene Farben mischen.

Selber schreiben

Zum Schluss konnten wir noch selber schönschreiben, mit einer Vogelfeder und Tinte. Ich muss sagen, ich war echt gut darin. Die Schrift hat mich ein wenig an die Schnürlischrift erinnert. Mir hat es sehr viel Spass gemacht, auch wenn meine Hände am Schluss voller Tinte waren 😉

Ganz am Schluss hat Herr Tschanz uns noch seine eigenen Bilder gezeigt, die er gemalt oder geschrieben hat.

Abend

Nach dem Workshop mussten wir unsere Handys wieder abgeben und wir spielten 2 Stunden Spiele. Am Anfang hat es noch Spass gemacht, aber die letzte Stunde war die Hölle.

Zum Abendessen gab es Würste, Salat, Kartoffelscheiben und Brot. Diesmal war meine Gruppe dran mit Kochen und es hat mir sehr Spass gemacht. Ich liebe es, in der Küche zu stehen. An diesem Tag war ich zuständig für die Würste. Es war sehr lecker. Nach dem Abendessen stürmten alle nach oben, da wieder alle duschen wollten. Ich hatte es auch nötig, da ich nach Öl und Fett gerochen habe. Nach dem Duschen haben wir noch ein wenig gechillt und sind dann schlafen gegangen.

4. Tag

Es war Morgen und alle konnten zum ersten mal richtig ausschlafen. An diesem Tag ging alles sehr schnell. Wir haben gefrühstückt und danach sind wir mit dem Zug zur Kambly Fabrik gefahren. Dort angekommen, mussten wir Dreier-Gruppen machen und einen OL (Orientierungslauf) absolvieren. Bevor wir begonnen haben, bekamen wir noch einen leichten Snack und dann fingen wir an.

Mari, Jamelia und ich haben uns mit der Gruppe von Melvin zusammengetan und haben die Aufgaben zusammen gelöst. Nach dem OL durften wir in die Kambly Fabrik und alles durchtesten, was es an Keksen und sonstigem gab. Es war unfassbar lecker.

Was aber nicht so lecker war, wir mussten den ganzen Weg nach Langnau laufen und von dort fuhren wir mit dem Zug nach Signau. Als wir ankamen, passierte nichts Besonderes, da alle so kaputt waren und erst mal schlafen gingen. Dann war es wieder so weit, um Abendessen zu gehen. Es gab Spaghetti Bolognese.

Letzter Morgen

Wir standen alle unmotiviert auf, da wir wussten, es ist der letzte Tag. Einerseits war ich froh, aber einerseits auch nicht. Da ich krank war, wollte ich nach Hause, um mich auszuruhen. Es war unser letztes Frühstück. Die Sitzordnung war so zugeteilt worden, dass alle in der Nähe des besten Freundes sassen.

Das Schlimmste war, dass wir nach dem Frühstück das ganze Haus putzen mussten. Am Schluss kamen die Besitzer des Hauses, um zu kontrollieren, ob wirklich alles sauber war. Sie waren ein wenig unanständig und motzten uns an. Tja, dennoch war das Haus am Schluss sehr sauber und wir durften nach Hause gehen.

Also fuhren wir von Signau den ganzen Weg bis nach Affoltern am Albis. Dort angekommen, verabschiedeten sich alle voneinander.

ES WAR EIN TOLLES KLASSENLAGER 🙂

3 Antworten auf „Eine Woche Klassenlager in Signau“

  1. Mir hat die Schönschreiberei ebenfalls sehr gefallen! Allerdings freut es mich, dass dir das Lager auch so gefallen hat wie mir.

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