Ich und die Wellen

Auf diesem Bild sieht man mich, mit einer wundervollen Angel am Ende des Sees. Nur die Wellen und mich.

Die Geräusche, die ich gehört habe, zusammen mit der Angel beruhigten mein ganzes Ich. Dieser Stress, der ununterbrochen in meinem Kopf herrschte, brachte ich normalerweise kaum weg. Aber kaum sass ich mit meiner Angel da und hörte das Geräusch des Sees, war ich mein ganzer Stress vergessen.  Der grau bewölkte Himmel beruhigte mich sehr wie auch das Kreischen von Vögeln. Der Wind blies durch ganz Dorf, die Bäume gaben einen wundervollen Klang von sich, wie auch die Gebüsche und die Pflanzen.

Die Befreiung von dem Alltag ist etwas Wunderschönes. Als ich die prachtvollen Wellen sah, die schön bläulich waren, faszinierten sie mich sehr. Denn ich fühlte mich wie in einer anderen Welt, die nicht real war. Ich habe gemerkt, sobald man mit der Natur in Verbindung ist, tut sie einem sehr gut. Sobald man sich auf etwas fokussiert, worüber man eigentlich denkt „ja das ist normal“ stellt man fest, nein es ist nicht normal. Die Erleichterung, die einem die Natur verschafft, ist eines der schönsten Dinge im Leben.

Der Fluss, der ein paar Minuten weiter weg war, hörte man ebenfalls. Als ich das Geräusch des Wassers, das den Fluss runterlief, hörte, machte es etwas mit mir.

Beim Betrachten der Wellen im See gingen mir plötzlich viele Gedanken und Fragen durch den Kopf. „Wie ist wohl das Leben unter Wasser?“, „Wie schön muss es sein, unter Wasser zu leben und all die wunderschönen Fische und Pflanzen zu sehen.“ In diesem Moment wollte ich das einfach mal erleben, obwohl es kaum möglich ist, unter Wasser zu leben.

Ich hatte mehrere Fische gefangen, liess sie aber alle wieder frei. Es war schön zu sehen, wie die Fische weiter geschwommen sind.

Dieser Tag machte mich sehr glücklich. 


Dieser Text ist im Rahmen der Impulswerkstatt September/Oktober 2022 von Myriade entstanden.

Eine Antwort auf „Ich und die Wellen“

  1. Ein wirklich schöner, gut gegliederter Text mit vielen Gedanken und Überlegungen, liebe Anika. Es ist zwar schon November und die nächste Runde mit anderen Themen hat begonnen, aber ich werde deinen Text in der nächsten Zusammenfassung trotzdem erwähnen. Danke dir und liebe Grüße

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