Ein etwas untypischer Sommerabend

Es war ein schöner Samstagmorgen, die Sonne schien und es war sehr warm. Ich entschied mich, mit meiner Freundin Mona an den See zu gehen. Nach etwa 1 Stunde stand ich mit einer grossen Strandtasche vor Monas Tür. Auch meine Freundin war schon bereit und so machten wir uns auf den Weg.

„Ich hätte nicht erwartet, dass du mal pünktlich kommst!“, sagte Mona leicht provokant. Ich schaute sie darauf nur schief an und grinste. „Okay, Spass bei Seite, wie gehts dir eigentlich so?“ „Gut, ich muss nur etwas viel lernen zurzeit, bald sind ja die Abschlussprüfungen. Und wie geht es selbst?“ Mona antwortete darauf: „Oh ja, das ist der absolute Albtraum, dieses Lernen! Mir geht es eigentlich ganz gut.“

Ich wusste, dass das eine Lüge war, da Monas Mutter vor einem Monat an Krebs gestorben war. Aber ich wollte auch nicht weiter nachhaken, da sie ziemlich sensibel bei dem Thema ist und ich ihr den Tag nicht versauen wollte. Also schaute ich sie nur lächelnd an.

Am See war es sehr heiss und wir suchten uns einen bequemen, schattigen Platz und gingen direkt ins Wasser. Die Schiffe schwankten auf dem Wasser und die Sonne prallte auf unsere Haut. Es war wunderschön!

Nach etwa 5–6 Stunden wurde es langsam Zeit nach Hause zu gehen. Wir packten unsere Sachen und machten uns auf den Weg. Es begann zu dämmern, war aber trotzdem noch angenehm warm, so wie es halt an einem typischen Sommerabend ist.

Wir waren schon fast zu Hause, als es aus dem Nichts stark zu regnen begann. Innerhalb von 5 Minuten waren wir klitschnass. Sogar die Regentonne aus dem Garten unserer Nachbarn überlief schon. Ich stürmte ins Haus und Mona folgte mir. Wir schauten uns an und in der nächsten Sekunde lachten wir uns tot.


Dieser Text entstand im Rahmen der ABC-Etüden von Christiane3 Begriffe in maximal 300 Wörtern.

Die Wortspende für die Textwochen 38/39 des Jahres 2022 stammt von Ellen mit ihrem Blog nellindreams. Sie lautet: Regentonne, sensibel, schwanken.

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