Das Kickboard (Impulswerkstatt)

Ich konnte schon mit vier Jahren Kickboard und ein normales Velo mit zwei Rädern fahren. Es war auch echt besser, weil man mit dem Kickboard Scooter oder mit dem Dreirad-Velo nicht so schnell fahren kann, wie mit den zweirädrigen Varianten.

Früher ging ich entweder mit dem Kickboard oder Velo zur Primarschule oder meine Eltern fuhren mich. Der Hinweg war anstrengend, weil sich die Schule an einem Hang befand und der Schulweg steil nach oben ging. Dafür war der Heimweg einfach, weil es nach unten ging. Ich hatte echt Spass, weil es sich so befriedigend anfühlte, wenn ich herunterfuhr.

Ich besass immer ein cooles Kickboard, aber in der vierten Klasse bekam ich dann noch ein besseres. Da es Gummireifen hatten, merkte ich fast nichts, wenn ich fuhr, und das war sehr chillig. Auch konnte man mit den Gummireifen viel besser springen als mit anderen Reifen.

Einen Nachteil gab es allerdings. Wenn es regnete, wurde mein Kickboard sehr nass, weil es kein Dach beim Ständer gab. So konnte ich praktisch nie mit dem Kickboard fahren.

In der fünften und sechsten Klasse wurde mein Kickboard mehrmals gestohlen, aber ich habe es immer wieder gefunden. In der sechsten Klasse habe ich das Kickboard und die Person gefunden, die es geklaut hatte. Ich habe ihm gesagt, was passieren würde, wenn er es noch einmal entwenden würde. Bis Ende der sechsten Klasse konnte ich dann friedlich nach Hause gehen, ohne dass mein Kickboard gestohlen wurde.

In der Primarschule kamen noch sehr viele Leute mit dem Kickboard zur Schule. Aber jetzt in der Oberstufe sehe ich kaum noch jemand, der damit zur Schule kommt. Mittlerweile wohne ich neben der Schule. Ich gehe zu Fuss, da es sich nicht lohnt, für diese kurze Strecke mit dem Kickboard zu fahren. Ausserdem besitze ich jetzt auch einen E-Scooter.

Mittlerweile hat mein Kickboard sehr viele Kratzer, weil ich früher oft umfiel. Ich dachte, ich überlasse das Kickboard meinem Bruder. Er besucht die erste Klasse im Schulhaus Butzen, das ist neben dem Freibad Stigeli, also am Hang. Meine Mutter fährt ihn oft mit dem Auto, weil er zu faul ist, mit dem Kickboard zu fahren. Falls er aber trotzdem mal mit dem Kickboard geht, nimmt er immer ein Schloss mit, damit es ihm nicht gestohlen wird.


Dieser Text ist im Rahmen der Impulswerkstatt Januar/Februar 2024 von Myriade entstanden. Dafür stehen vier Bilder sowie zwei Rahmensätze zur Verfügung.

4 Antworten auf „Das Kickboard (Impulswerkstatt)“

  1. Das habe ich gern gelesen, weil es mich an die Schulwege und Erlebnisse mit Kickboard- / Scooterfahren meiner Söhne erinnert hat, inklusive die Diebstahlsgeschichten, wobei es oft nur ein boshaftes Verstecken war. Die zusammenklappbaren Geräte konnten sie nur in Ausnahmefällen mal mit in den Innenraum nehmen, die kamen also auch häufiger weg. Der Ältere stieg irgendwann auf Inlinescates um – daran merkt man wohl auch, dass es länger her ist 😀
    Und du beschreibst noch etwas beiläufig, aber gut: wie verschieden Brüder sein können.

    1. Danke vielmals, dass Sie sich die Zeit genommen haben, um mir einen Kommentar zu schreiben! Es freut mich auch, dass der Text Sie an Ihre Söhne erinnert hat.

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von schreibenblog

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen