Erinnerst du dich noch an mich? Ich habe hier bereits über meine Schulerfahrungen erzählt. Wenn es dich interessiert, was ich seither alles erlebt habe, dann lies weiter.
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Hallo, ich bin es wieder. Inzwischen bin ich schon 18 Jahre alt und besuche die 2. Klasse der Sekundarschule. Ich habe meine Vergangenheit völlig hinter mir gelassen und schaue nur noch in die Zukunft. Ich wurde in eine mega coole Klasse eingeteilt und bin auch akzeptiert, so wie ich bin.
Meine Eltern sind froh, dass ich viele Freunde gefunden habe und nicht mehr so ausgegrenzt werde. Ich muss aber auch sagen, dass mir meine Eltern jetzt weniger Zuneigung geben, da sie sich stärker auf ihre Arbeit fokussieren. Es ist sogar schon vorgekommen, dass meine Mutter vergessen hat, das Mittagessen vorzubereiten. Sie wartete, bis ich zu Hause war und ich „durfte“ mir dann selbst was kochen.
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Zurück zur Schule. Ich werde in verschiedenen Schulzimmern von verschiedenen Lehrpersonen unterrichtet. Geschichte bei Frau Hartmeier, Mathe bei Herr Kohl und noch viele weitere Fächer und Lehrpersonen. Aber der coolste Lehrer ist immer noch Herr Frankenstein, er ist ja auch mein Hauptlehrer.
Also kommen wir zu meinem Schulalltag.
Am Montag stehe ich auf, mache meine Morgenroutine und bereite alles die Schule vor. Auf dem Schulweg treffe ich viele meiner Freunde und wir laufen gemeinsam in die Schule. Dort angekommen haben wir meist noch etwa 10 Minuten, um weiter zu plaudern. Wenn es dann klingelt, stürmen alle ins Schulgebäude, was ich nicht verstehe, denn es ist der beste Moment, um noch ein bisschen Zeit zu schinden.
Im Unterricht von Herrn Kohl haben wir freie Platzwahl, allerdings nur, wenn es während des Unterrichts nicht zu laut wird. Wir haben einen unglaublichen Stundenplan, der 42. Lektionen pro Woche umfasst. Wir werden in den genau gleichen Fächer wie ihr Menschen unterrichtet.
Die verschiedenen Fächer folgen jeden Tag demselben Ablauf. Es fängt mit einer Doppellektion Mathe an, dies sind mehrheitlich die langweiligsten Lektionen des Tages. Vor der grossen Pause geht es mit einer Lektion Deutsch und einer Lektion Geografie weiter. Dann sind 30 Minuten Pause. Rein theoretisch wären es nur 20 Minuten, aber bis alle wieder da sind, wo sie hingehören, sind meistens 30 Minuten vergangen.
Nach der Pause folgen zwei Lektionen Natur und Technik, was ebenfalls nicht sehr spannend ist (wir sind dann meist auf BrühlTok 😁). Am Nachmittag haben wir eine Lektion Brühl-Deutsch und im Anschluss folgen zwei Lektionen Französisch bei der besten Franz-Lehrperson, die es gibt.
Das war es eigentlich schon mit meinem normalen Tagesablauf.
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Ab und zu haben wir noch zwei Lektionen «Berufliche Orientierung». Nicht regelmässig, da sich unsere Lehrer nicht für unser zukünftiges Berufsleben interessiert. Uns bereitet diese Haltung nicht wirklich Freude. Wir sind jetzt schon in der 2. Klasse der Sekundarschule, das heisst im letzten Jahr. Da sollte ich doch so bald wie möglich eine Lehrstelle finden …
Deshalb machen wir in unserer Freizeit ab, um uns über dieses Thema zu informieren. Offen gesagt, haben wir so viel mehr gemacht und erreicht als in der Schule. Ich habe sogar bereits zwei Schnupperlehren organisiert.
Die erste Schnupperlehre habe ich als Brühl-Meister. Das ist etwa derselbe Beruf wie euch ein Polizist. Ich wählte diesen Beruf, weil ich gerne Kontakt mit Leuten habe, aber auch gerne an einem Computer arbeite. Ausserdem weiss ich, dass es immer weniger Polizisten gibt.
Die zweite Schnupperlehre mache ich als Fachmann Betreuung. Ich habe mich dafür entschieden, da ich es sehr gerne mit Leuten in Kontakt stehe. Ich werde die dreitägige Schnupperlehre in einem Altersheim in meiner Nähe machen.
Natürlich habe ich noch weitere Ideen, was ich zusätzlich ausprobieren möchte, aber das zu einem späteren Zeitpunkt.
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So, zurück zu meinem Schulalltag. Inzwischen ist es Donnerstag und ich bin voll im Stress, da ich noch voll viel auf den Freitag machen muss. Wie den Hefteintrag in Geschichte, den ich von meiner Geschichtslehrerin bekommen habe. Oder die Mathe-Hausaufgaben, wo ich noch 20 Aufgaben zur Term Umformung machen sollte, auf die ich zwar gar keine Lust habe, sie aber trotzdem machen muss.
Zu Hause mache ich mich direkt auf den Weg in mein Zimmer, um diese Sachen zu erledigen. Ich arbeite richtig lang an diesen nervigen Hausaufgaben. Dass diese Lehrer immer so viele Hausaufgaben geben müssen, regt so was von auf!
Und endlich ist Wochenende. Ich kann mich entspannen, schlafe lange und ausgiebig und wenn ich wach bin, spiele ich Videospiele. Was auch noch cool ist: Ich muss am Montag nicht in die Schule, da ich schnuppern gehe.
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Ich gehe heute ja zu einer Schnupperlehre als Brühl-Meister darum muss ich um 5 Uhr aufstehen, damit ich um 7.30 Uhr im Büro bin. Aber da ich ja am Wochenende richtig viel geschlafen habe, bin ich topfit. Der Weg ist recht lang. Ich fahre erst mit dem Zug und dann folgt noch ein kleiner Spaziergang bis zur Dienststelle.
Dort werde ich herzlich empfangen und an einen Brühl-Meister weitergeleitet, mit dem ich den ganzen Tag unterwegs sein werde. Er nimmt mich zum Wagen mit, weil wir auf Streife gehen. Schon nach kurzer Zeit haben wir den ersten Falschparker entdeckt und ich darf ihm eine Busse ausstellen.
Kurz darauf erreicht uns die Meldung von einem Ladendiebstahl. Da er nur etwa 4 Min von uns entfernt stattfindet, fuhren wir dahin. Natürlich sichern wir sofort die Umgebung und gehen danach rein.
Der verängstigte Ladenbesitzer kauert hinter der Kasse und gibt keinen Ton von sich. Zum Schutz hält er einen Schirm über den Kopf. Der Brühl-Meister hat die Hand am Griff der Waffe und schickt mich zum Kassierer. Ich soll ihn fragen, ob alles in Ordnung sei.
Der Kassierer meint, es sei alles okay, der Täter habe ihn nicht entdeckt. Der Täter habe nur kurz in die Kasse geschaut, die aber noch leer war, da er sie erst habe auffüllen wollten. Jetzt kommt der Brühl-Meister zurück und meint, es befinde sich niemand mehr im Laden.
Jetzt beginnt die Spurensuche. Wir müssen schauen, ob es Spuren von Täter gibt, vielleicht hat er ja auch etwas verloren. Tatsächlich finden wir einen Handschuh, der erst seit ein paar Minuten da liegen kann, da der Laden eben erst öffnete.
Wir packen ihn ein und bringen ihn zur Spurensicherung. Diese finden Hautpartikel im Handschuh. Da die DNA in ihrem System registriert ist, können wir den Täter leicht finden.
In diesem Tempo geht es die ganze Schnupperwoche weiter. Ich werde jetzt mal weiterarbeiten.
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Das war der zweite Teil des Löwen Tironisos. Den ersten Teil findest du hier. Eine Fortsetzung wie Tironisos Start ins Berufsleben läuft, wird folgen.
Wenn du Fragen oder Vorschläge hast, wie sich die Geschichte weiterentwickeln sollte, kannst du mir diese gerne in den Kommentaren hinterlassen.

