Hallo ihr, ich bin’s wieder! Ich habe mir gedacht, dass ich mich mal wieder bei euch melde. Ich bin unterdessen im letzten Schulsemester der Oberstufe und stehe kurz davor, eine Lehrstelle als Heizungsinstallateur bei der Firma Brüll Heizungen zu bekommen.
Heute ist der 24. August 2024 und ich habe eben die Brüll-Nachricht erhalten, dass ich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurde. Und das schon in einer Woche! Jetzt macht sich bei mir schon die erste Nervosität bemerkbar. Meine Eltern, die mich tatkräftig unterstützen, müssen mich jetzt noch eine Woche ablenken, damit ich nicht die ganze Zeit herumwusle.
Diese Woche ging sehr langsam vorbei und es wurde immer schlimmer mit meiner Nervosität. Immer wieder stellte ich mir die Frage in meinen Kopf: „Was passiert, wenn sie Nein sagen?“ Aber ich muss mich zuversichtlich stimmen, damit ich nicht eine Stunde vor dem Termin plötzlich keine Lust mehr hatte.
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Dann war der grosse Tag endlich da. Meine Eltern und ich stiegen auf unsere Laufräder und fuhren los. Angekommen bei der Firma, gingen wir zum Empfang. Dort informierten wir die nette Dame am Schalter über unseren Termin und sie begleitete uns direkt zum Büro des Chefs. Dieser hat uns herzlich empfangen und wir nahmen Platz.
Der Chef ergriff das Wort und begann gleich mit ein paar Fragen. „Wieso hast du genau diesen Beruf gewählt?“? Darauf antwortete ich: „Ich wählte diesen Beruf, da ich gerne unterwegs bin und es mir Freude macht, etwas für die Gesellschaft zu tun.“ Das Gespräch dauerte etwa eine halbe Stunde. Am Ende fragte er mich, wie es für mich aussehe. Mit einem Lächeln antwortete ich: „Ja, ich nehme die Lehrstelle gerne an!“
In diesem Moment fiel mir ein riesiger Stein vom Herzen, und ich konnte endlich durchatmen. Der Chef erklärte, dass er mir den Lehrvertrag per Brüll-Mail schicken würde, damit ich ihn online ausfüllen könne. Bevor wir nach Hause gingen, zeigte er meiner Mutter und mir noch die Räumlichkeiten, damit sie sehen konnte, wo ihr Sohn die nächsten vier Jahre verbringen würde.
Am selben Tag füllte ich den Vertrag aus und sendete ihn zurück. Per E-Mail machten wir einen Termin zum Unterzeichnen des Vertrags ab: den 4. September 2024, um 14 Uhr. Diese Woche verging für mich um einiges schneller als die vorige. Ich konnte wieder erholsam schlafen. Ich hatte noch viele Tests, zum Beispiel in Chemie und Mathematik. Doch auch diese meisterte ich problemlos. Die Woche verging wie im Flug.
Dann kam der Tag der Vertragsunterzeichnung. Wieder fuhren wir mit unseren Fahrrädern zu meinem zukünftigen Lehrbetrieb. Der Chef holte uns dieses Mal persönlich ab und führte uns in sein Büro. Wir lasen den Vertrag noch einmal durch, ich nahm einen Stift und unterschrieb. Auch meine Eltern setzten ihre Unterschriften und der Chef stempelte den Vertrag mit dem Betriebslogo. Er meinte, dass der Vertrag nun eingeschickt und offiziell genehmigt werde.
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Mit dem Gedanken, dass alles klappen würde, ging ich nach Hause und konzentrierte mich auf die letzten vier Wochen der Sekundarschule. Ich war überglücklich und nahm diese Zeit mit einem richtig tollen Gefühl in Angriff. Komme, was wolle, ich hatte alles unter Kontrolle.
Die ersten zwei Wochen liefen wie immer mit einigen Tests und Vorträgen. Diese waren aber ziemlich einfach. Am Ende der zweiten Woche erhielt ich die schriftliche Bestätigung des Lehrvertrags per Post. Voller Freude zeigte ich ihn meinen Eltern und legte ihn sorgfältig zur Kopie des Vertrags.
Die letzten zwei Schulwochen standen bevor. In der ersten Woche musste ich noch eine stressige Zeit überstehen und einiges nachholen. Glücklicherweise ging auch diese Woche schnell vorbei. In der letzten Woche planten wir einen Ausflug von Montag bis Mittwoch.
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Am Samstag begann ich zu packen, damit ich am Montag gut vorbereitet war. Wir trafen uns auf dem grossen Pausenplatz der Schule und wanderten etwa zwei bis drei Stunden zu einem Campingplatz. Dort angekommen, teilte unser Lehrer die Gruppen für die Zelte ein und wir machten uns an die Arbeit. Als alle Zelte aufgestellt waren, gönnten wir uns eine Abkühlung im nahegelegenen See und gingen baden, um uns zu erholen.
Wir wanderten auf den Hausberg unseres Dorfes, den wir schon seit zwei Jahren besteigen wollten. Nach einer Stunde Marsch genossen wir die wunderbare Aussicht und assen Bratwürste und Erbsensuppe, die wir auf dem Feuer zubereiteten. Nach diesem Erlebnis war der erste Tag vorbei und wir kehrten müde, aber zufrieden zurück.
Am nächsten Morgen ging der Wecker (unser Lehrer) voll ab und machte mit einer Pfanne und einem Kochlöffel einen Riesenradau.
Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Seilpark, der eine halbe Stunde oberhalb des Campings lag. Dort angekommen wurden wir von einem Mitarbeiter empfangen, der uns zeigte, wo die Klettergstältli waren.
Nach einer kleinen Einführung mussten wir eine kurze Testrunde auf dem einfachen Teil des Parks absolvieren. Sobald wir uns sicher fühlten, konnten wir direkt zu höheren Levels wechseln. Mein Freund Tixos und ich entschieden uns sofort für den Expertenpfad, um zu zeigen, dass wir es draufhaben.
Unsere Lehrer standen unten und machten Fotos für das Abschlussfotobuch, das uns und unseren Eltern später als Erinnerung an diese drei Jahre dienen sollte. Sie schossen mega tolle Bilder von uns, während wir oben in den Seilen kletterten. Nachdem alle den Parcours absolviert hatten, machten wir noch ein grosses Gruppenfoto. Auf dem Rückweg diskutierten wir darüber, wie es war, oben in den Seilen zu hängen, und tauschten unsere Erfahrungen aus.
Tixos und ich hatten zwei richtig coole Stunden zusammen und jede Menge zu lachen.
Zurück im Lager ging es direkt ans Kochen, damit wir unsere hungrigen Bäuche füttern konnten. Heute gab es Rindergulasch mit extra frischem Rindfleisch, unsere Leibspeise.
Somit ging dann auch dieser Tag zu Ende. Unser Lehrer jagte uns mit seiner Gitarre frühzeitig in die Zelte. Dort wurde dann noch etwa eine Stunde weiter geplaudert oder sogar von anderen Mädchen geschwärmt. Persönlich fand ich ja, dass Tixi einen sehr sympathischen Eindruck machte.
Mit diesem Gedanken schlief ich ein und träumte sogar davon, wie sie und ich gemeinsam in den Bäumen herumkletterten.
Am nächsten Morgen wurden wir etwas netter geweckt, und zwar durch das Brüllen unseres Lehrers, das wie ein ätzender Motor klang. Aber was soll’s! Wir standen auf, zogen uns an und gingen zum Frühstück. Danach folgte eine Instruktion von unserem Lehrer zum weiteren Ablauf:
„Ihr räumt jetzt eure Plätze auf, packt eure Sachen und bringt die Taschen nach vorn. Danach kommt die Küchengruppe und wäscht ab, während die anderen anfangen, die Zelte abzubauen und einzupacken.“
Doch das war gar nicht so einfach, wie es klang, da die Zelte sehr stabil und robust waren, während ihre Taschen nicht wirklich gross waren. Doch mit Müh und Not schafften wir es, sie zu verstauen und legten sie zu unseren Taschen. Danach brauchten wir erst einmal eine kurze Pause zum Durchschnaufen.
Unser Lehrer gab uns weitere Informationen zum Tagesablauf. Unsere Aufgabe war es nun, die Taschen zum Ausgang des Campingplatzes zu bringen und dort auf die anderen zu warten. Nach einer halben Stunde war dann auch die Küchencrew fertig.
Wir sattelten auf und machten uns auf den Heimweg, der etwas länger war als der Hinweg. Doch wir hatten alle riesigen Spass, was zur Folge hatte, dass uns der Heimweg deutlich kürzer erschien, als er eigentlich war. Auf halber Strecke machten wir eine Pause, um unsere Schultern von den schweren Lasten zu entlasten, doch leider war es nur eine Pause.
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Als wir an der Schule ankamen, warteten bereits einige Mitschüler, die gerade Pause hatten, auf uns und begrüssten uns super. Danach ging alles sehr schnell: Jeder nahm seine eigenen Sachen, verabschiedete sich von den Lehrern und ging nach Hause. Damit war unsere Abschlussreise fertig und wir hatten nur noch zwei Tage Schule bis zu den Ferien.
Diese letzten zwei Tage waren allerdings nicht wirklich spannend, da wir verkürzten Unterricht hatten. Am Freitag in der letzten Stunde erhielten wir dann endlich die Zeugnisse, die wir mit Spannung betrachteten.
Und somit war es Zeit für die Ferien. Wobei ich noch sagen muss, dass ich nur drei Wochen Sommerferien habe, da ich das früheste Datum für den Start der Lehre gewählt habe.
In diesem Sinne verabschiede ich mich. Jetzt werde ich endlich die Selbstständigkeit kennenlernen. Ich wünsche euch einen schönen Tag!
Liebe Grüsse
euer Tironisos
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Wenn ihr mehr über mich und meine Schulzeit erfahren möchtet, dann findet ihr Teil 1 und Teil 2, indem ihr auf den entsprechenden Link klickt.


Spannende Idee, den Alltag aus der Sicht eines Löwen zu schreiben.
Ich finde deine Schreibweise schön fliessend, finde aber, dass du manchmal mehr Details einarbeiten könntest, z. B. den Seilpark mehr beschreiben. Gab es einen Teil, der besonders schwierig war? Oder einen, der am meisten Spass machte? Auf jeden Fall ein cooler Text 😉
Liebe Grüsse Rose
Liebe Rose
Danke für deinen sehr ausführlichen Kommentar. Ich bin froh, wenn man mir solche Kommentare schreibt, damit ich mich verbessern kann, wie das genauere Beschreiben von einzelnen Dingen.
Danke vielmals
Liebe Grüsse Yanic