In den Sportferien reisten wir nach Salvador da Bahia in Brasilien, um an einer Hochzeit teilzunehmen. Der Bräutigam war ein Verwandter von uns, seine Frau stammt aus Brasilien. Unser Flug startete am Samstag, dem 15. Februar. Zuerst ging es nach Portugal, was etwa drei Stunden dauerte. Danach flogen wir weiter nach Brasilien, rund acht Stunden mit ein paar Minuten.
Wir kamen gegen 1 Uhr morgens Ortszeit an (in der Schweiz war es da bereits 5 Uhr). Ich war kaum müde, vermutlich weil ich im Flugzeug geschlafen hatte. Als wir aus dem Flughafen kamen, war ich überglücklich und voller Vorfreude auf die kommenden zwei Wochen. Eine Verwandte holte uns mit einem gemieteten Bus ab.
Untergebracht waren wir in einem grossen Haus in einer abgeschlossenen Wohnsiedlung. Es hatte sechs Zimmer und war sehr schön. Dort wohnten wir mit mehreren Verwandten, insgesamt eine grosse Gruppe. Nach der Ankunft verstauten wir unser Gepäck in den Zimmern und gingen schlafen, da der nächste Tag bereits verplant war.
Am 16. Februar waren wir bei der Familie des Brautpaars eingeladen. Wir verbrachten den Tag am Pool, assen gemeinsam und lernten neue, sehr herzliche Leute kennen. Am Abend machten einige von uns einen Spaziergang am Strand und tranken frisches Kokoswasser, das sehr lecker war.
Am nächsten Morgen mussten wir früh raus, da wir in die Stadt fuhren. Zum Glück passten wir alle knapp ins Auto, es war ziemlich eng. Während der Fahrt sprach man mit uns darüber, was wir während des Aufenthalts alles unternehmen wollten.
Zuerst stand ein Zahnarztbesuch an, in Brasilien ist eine Zahnreinigung viel günstiger als in der Schweiz. Ich bekam ein Kompliment für meine gute Zahnpflege. Danach gingen wir essen. Ein Mann bereitete uns frischen Fruchtsaft zu. Nach ein paar Schlucken waren einige schon satt, doch aus Spass sagten wir gegenseitig, dass der oder die andere noch mehr wolle, bis auffiel, dass wir uns nur neckten.
Abschliessend fuhren wir kurz zum Augenarzt, dann ins grösste Einkaufszentrum Salvadors. Wir gingen shoppen, assen zu Mittag, freuten uns über gemeinsame Einkäufe und fuhren später weiter zu Bekannten in einer Favela, die gerade ein Baby bekommen hatten. Am Abend brachte uns jemand aus der Familie zurück.
Am 18. Februar verbrachten wir den Tag im Haus. Wir gingen schwimmen, später auch an den Strand, wo wir noch ein paar Freunde abholten, damit ihnen zu Hause nicht langweilig wurde.
Auch am 19. Februar genossen wir die Zeit am Pool. Gegen 16 Uhr bereiteten wir uns auf einen Restaurantbesuch vor, gemeinsam mit vielen anderen. Am Abend fuhren wir ins „Sal e Brasa Steakhouse“. Dort zahlte man einen Festpreis und konnte so viel essen, wie man wollte. Es war ein schöner Abend, an dem auch ein Geburtstag gefeiert wurde.
Am 20. blieben wir im Haus, am 21. besichtigten wir die Stadt und besuchten später das Einkaufszentrum „Shopping Bahia“.
Am 22. kamen weitere Verwandte an, darunter eine enge Freundin von mir. Wir luden sie zum Essen ein. Am Abend gingen die Erwachsenen aus, und alle Kinder blieben gemeinsam im Haus, insgesamt 13. Eine Babysitterin und ein älterer Jugendlicher passten auf uns auf. Wir redeten, lachten, spielten und lernten uns besser kennen. Später teilte sich die Gruppe auf, einige gingen ins Nachbarhaus, der Rest blieb bei uns.
Am nächsten Tag verbrachten wir den Vormittag erneut im Pool. Gegen 16 Uhr fuhren wir zum Outlet und verbrachten dort ein paar Stunden mit Einkaufen.
Am 24. wurden wir früh von zwei Bussen abgeholt. Gemeinsam mit vielen Freunden und Verwandten fuhren wir zur Küste, wo ein Boot gemietet war. Ziel war die Insel „Ilha dos Frades“. An Bord wurde getanzt, gegessen und gefeiert. Auf der Insel badeten wir im Meer und assen im Restaurant, bevor es zurückging.
Am 25. traf ich mich mit einigen aus der Familie. Es kamen später noch mehr Kinder dazu, da die Eltern wieder ausgingen, wir waren zehn. Einige kannte ich noch nicht gut, also nutzten wir die Gelegenheit, uns kennenzulernen. Wir spazierten durch die Siedlung und hatten einen schönen Abend.
Am 26. organisierten unsere Gastgeber ein Karnevalsfest im Park. Es war aufwendig dekoriert, mit Bar, Musik, Karaoke, und vielem mehr. Am Abend fuhr ein Auto mit grosser Musikanlage durch die Siedlung, dem wir alle tanzend folgten. Irgendwann hielt es an, und wir feierten direkt auf der Strasse weiter.
Am 27. war endlich die Hochzeit. Meine Mutter und ich standen früh auf, um uns frisieren und schminken zu lassen. Danach holte uns mein Vater ab, und wir machten uns zu Hause fertig. Am Nachmittag versammelten sich alle Gäste am Strand. Die Braut sah in ihrem langen weissen Kleid wunderschön aus. Nach der Zeremonie ging es zur Feier ins Haus der beiden. Es war traumhaft dekoriert, das Essen lecker, die Musik laut. Es regnete kurz, aber das störte kaum.
Am 28. bereiteten sich die Erwachsenen auf den nächsten Karneval vor. Während sie unterwegs waren, verbrachten wir Kinder den Abend mit einem jugendlichen Cousin, der als Aufpasser dabei war. Wir spielten Verstecken im ganzen Haus, gingen spazieren und unterhielten uns, auch über verschiedene Sprachen hinweg. Es war ein sehr lustiger Abend.
Am 1. März verabschiedeten sich zwei Freunde, und wir machten einen Ausflug nach „Praia do Forte“. Auf dem Weg regnete es, doch vor Ort klarte es glücklicherweise auf. Wir kauften Souvenirs, besuchten das Freilichtmuseum „Projeto Tamar“, das sich mit Meerestieren, insbesondere Schildkröten, beschäftigt, und gingen am Ende essen. Auch dort wurde Karneval gefeiert, mit Musik und bunten Kostümen.
Am 2. März war unser letzter Tag. Wir waren traurig, dass der Abschied nahte. Einige nutzten die Zeit noch für ein letztes Bad im Pool. Am Abend packten wir die Koffer. Gegen 21 Uhr fuhren wir mit einem Bus zum Flughafen.
Kurz nach Mitternacht startete unser Flug. Ich schlief fast die ganze Zeit. Gegen 10 Uhr landeten wir in Lissabon, unser Anschlussflug ging um 13.30 Uhr. Um 17 Uhr kamen wir in Zürich an. Dort wurden wir von Freunden abgeholt, die uns nach Hause brachten.
Ich bin sehr dankbar für diese besonderen Ferien. Es war wunderschön, so viele Menschen kennenzulernen, Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen und all diese unvergesslichen Erlebnisse zu teilen. Ich hoffe sehr, dass ich eines Tages zurückkehren kann.

