Baum des Lachens – I’m in the tree, help me

If you wanna keep living a normal live, dont stop by the laughing tree – it will take you.

Ich wohne in einem kleinen Dorf, in dem sich jeder kennt und es immer auffällt, wenn jemand neues im Dorf herumspaziert.

An einem normalen Abend war ich mit meinem Hund spazieren und wir sind am Waldrand entlang gegangen. Aus dem Nichts begann mein Hund wie wild Richtung Wald zu bellen. Ich sah ihn die Richtung und dort stand ein Mann. Er hielt etwas in seiner Hand, das wie Samen aussah. Er bückte sich und setzte es in den Waldboden ein.

Ich kannte diesen Mann nicht, er war mir unheimlich. Als er meinen Hund und ich mich wahrnahm, verschwand er plötzlich. Ich kriegte Angst und ging sehr schnell von dort weg.

Einige Monate waren seit diesem Ereignis vergangen. Der düstere Mann war weder von mir noch von anderen Personen nochmals am Waldrand gesehen worden.

Ich ging an diesem Tag wie jeden Tag mit meinem Hund spazieren gegangen, wieder am gleichen Ort wie vor einigen Monaten. Ich habe mich dann erinnert, dass der Mann dort irgendwas gepflanzt hatte. Als ich an der Stelle nachsah, stand dort ein Baum. Er war nicht gleich wie alle andere, er sah gruselig aus. Seine Blätter sahen so aus, als ob sie in Blut gebadet worden wären. Je länger man ihn anschaute, desto gruseliger sah er aus.

Nachdem ich ihn für lange Minuten angeschaut hatte, begann er sich zu bewegen, nicht seine Äste, ich meine seinen Stamm. Er kam auf mich zu. Ich hatte Angst, eine unbeschreibliche Angst, ich konnte mich nicht bewegen.

Mit jeder Sekunde kam der Baum näher, ich sah ein Lächeln und hörte viel Gekicher um mich herum. Es klang, als ob es viele kleine Kinder wären, dann hörte ich die Stimme eines kleines Mädchen, das sagte „Hilfe, ich bin im Baum“ (help me, I’m in the tree).

Ich drehte durch, der Baum war ca. 2 Meter von mir entfernt, ich konnte mich wieder bewegen. Ich begann zu rennen, das Gekichere und die Stimmen verfolgten mich. Irgendwann war ich so weit entfernt, dass ich nichts mehr hörte. Ich bin nach diesem Tag nie mehr dorthin zurückgegangen.

So habe ich den Baum des Lachens kennengelernt, der kleine Kinder in sich versteckt und sie gefangen hält. Auch wenn ich seit einer langen Zeit nicht mehr dort war und nach diesem Vorfall in die Stadt gezogen bin, fühlt es sich so an, als ob der Baum mich in sich teilweise gefangen hält. Ich leide seit diesem Tag an Insomnia und muss jede Nacht eine Schlaftablette schlucken, damit ich schlafen kann.

Wenn ihr jemals den Baum des Lachens seht, rennt – rennt so schnell, wie ihr könnt. Sonst bleiben eure Seele und Körper für immer in diesem Baum gefangen.

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