Klassenlager in Signau – Bericht von Aresa

Tag 1

Wir haben uns heute Morgen um 8:10 am Bahnhof getroffen, weil wir ins Klassenlager fahren. Wir mussten dreimal umsteigen: erst fuhren wir von Affoltern am Albis nach Zürich HB, dann von Zürich HB bis Bern und von Bern dann bis Signau. Zwischendurch habe ich auch etwas gegessen.

In Signau angekommen, mussten wir sehr lange laufen und den Koffer und den Schlafsack bis zum Lagerhaus tragen. Es war sehr warm und die Sonne schien so fest, dass sie meinen Augen weh tat. Es war optisch schön, aber ich schwitzte sehr fest, weil man den Berg hinaufgehen musste.

Als wir ankamen, bezogen wir unsere Zimmer und machten die Betten, dann wurden wir gerufen, um Mittag zu essen. Es gab Ravioli al pomodoro oder ohne Sauce, wir haben alle zusammen gegessen und es war lecker!

Am Nachmittag machten wir eine Dorfführung mit einem einheimischen Mann. Er wusste sehr viel über Signau und wir mussten Notizen machen. Ich war richtig geschockt, wie viel er über dieses Dorf erzählten konnte. Er sprach Deutsch mit einem Berner-Akzent, deswegen war es zum Teil schwierig für mich ihn zu verstehen. Aber ich habe nachgefragt, wenn ich etwas nicht verstand.

Er zeigte uns die verschiedene Häuser. Die sind alle ähnlich gebaut. Alle haben ein spitziges Dach und sehen alt aus, man findet hier keine modernen Häuser. Später gingen wir zu einer Kirche. Herr Sterchi erzählte uns, welche wichtigen Menschen dort begraben wurden und danach zeigte er uns das Gemeindearchiv. Dort gab es sehr viele Bücher voller Staub und als er eines genommen und es aufgeklappt hatte, sahen wir eine Seite mit einer wunderschönen Schrift, alles von Hand geschrieben.

Als wir der Dorfrundgang zu Ende war, gingen wir nach Hause zurück und haben dann später zu Abend gegessen. Es war ein sehr bewegter Tag. Wir mussten lange stehen und laufen und ich war sehr müde. Trotzdem konnte ich nicht gut schlafen, als es Nachtruhe war, und mir war es sehr langweilig.

Tag 2

Es ist schon der zweite Tag. Ich möchte sagen, dass die Zeit schnell vorbeigeht, aber komischerweise geht die Zeit langsamer als sonst vorbei, aber das finde ich nicht schlecht. Herr Sigg weckte uns auf, auf eine ziemlich traumatische Art. Er hat sehr laut an die Türe geklopft. Ich zuckte zusammen und mir wurde es schlecht, weil ich Angst bekam. Aber wach war ich. Das hat definitiv geklappt!

Das Programm für Dienstag war eigentlich ein Rätsel zu lösen und bräteln gehen. Weil es ein nicht so schöner Tag war, entschlossen sich Herr Sigg und Thomas, mit uns eine Wanderung von Langnau bis nach Signau zu machen. Anfangs hatte ich ganz ehrlich keine Lust. Aber da ich wusste, dass es mindestens einmal in dieser Woche geschehen würde, akzeptierte ich es.

Die Wanderung verlief sehr gut. Alle sind in gutem Tempo gelaufen und dazwischen spielten wir noch ein Spiel. Es hiess „Hua!“. Es geht darum, dass man ein Samurai ist und ein imaginäres Schwert in den Händen hält. Damit muss man sich selbst beschützen. Es war lustig und eine schöne Art, um die Wanderung spannender zu machen.

Als wir endlich im Haus ankamen, ging ich sofort duschen. Es war so erleichternd und wie eine Therapie. Meine Füsse taten weh wegen der Wanderung und eine warme Dusche wirkte in diesem Moment Wunder. Weil wir kein Zmittag gegessen hatten, gab es Zvieri. Sandwichs mit Butter, Gurken, Zwiebeln und Fleisch. Ich liebe Gurken über alles, weshalb ich wohl fast alle alleine gegessen habe.

So war es am Dienstag. Als Nachtruhe war, ging ich sofort schlafen. Ich war sehr müde und schlief innerhalb von zwei Minuten ein.

Tag 3

Wie gestern wurden wir um 8 Uhr von Herrn Sigg geweckt. Er hat wieder sehr laut geklopft und ich habe wieder Angst bekommen. Die Reaktion der Mädchen ist so lustig, weil sie sich immer so sehr aufregen, wenn er so laut klopft. Wenn wir dann am Frühstückstisch sitzen, sagen sie ihm: „Sie, sie waren wieder sehr laut!“ Wir haben zum Frühstück Milch getrunken, mit Brot, Butter und Marmelade und noch ein violettes Joghurt und Cornflakes. Ich liebe diese Kombination, deswegen bin ich immer so motiviert, aufzustehen und zu essen.

Heute blieben wir im Haus und hatten einen sehr spannenden Workshop, Herr Tschanz kam zu uns, um über die Geschichte der Schrift zu sprechen. Er hat uns verschiedene Bücher gezeigt und erklärt, wie man früher Tinte herstelle, womit man schrieb und welche Schriften benutzt wurden.

Eine alte, handgeschriebene Bibel. Als Grössenvergleich ein aktuelles Manga.

Alle wissen, man verwendete früher eine Vogelfeder mit Tinte, um auf Papier zu schreiben. Herr Tschanz hat uns gezeigt, wie das geht und hat uns dann ein Übungsblatt gegeben, damit wir es auch ausprobieren konnten. Um diesen „Stift“ richtig zu benutzen, muss man die Spitze mit Spucke befeuchten, dann bleibt die Tinte besser haften.

Ich habe es gemacht und habe angefangen, mit dem Übungsblatt zu experimentieren. Ich dachte, es würde schwieriger sein, aber ich habe es ziemlich gut geschafft. Daraufhin habe ich geschaut, was die anderen machen. Alle waren sehr konzentriert und erfolgreich. Viele waren über sich selbst erstaunt, dass sie das so gut konnten.

Am Schluss des Workshops zeigte Herr Tschanz uns, wie man die verschiedenen Schreibwerkzeuge benutzt. Danach holte er Beispiele seiner Arbeiten hervor. Sie sahen so schön aus! Ich war beeindruckt und schockiert, wie gut er das kann. Sogar seine Fehler, die nicht Absicht waren, sahen irgendwie passend aus. Nicht nur kann er gut und schön schreiben, er kann auch ausgezeichnet malen. Er hat ein sehr grosses Talent! Ich hätte nie die Lust und Geduld, um so viel zu schreiben.

Wie es nach dem Workshop weiterging? Wir haben am Nachmittag zusammen Spiele gespielt. Einige spielten UNO, andere Twister oder worauf sie Lust hatten. Es war ein sehr lustiger Nachmittag, da wir alle was gespielt haben.

Tag 4

Am Donnerstag haben wir einen Ausflug gemacht, wir gingen in eine Keks-Fabrik. Wir wurden etwa um 7 Uhr 40 aufgeweckt, um zu frühstücken, dann machten wir uns auf den Weg nach Trubschachen, dem Ort, an dem sich die Keks-Fabrik befindet. Als wir dort ankamen, bekamen wir von Frau Rauber und Frau Gloor Schokolade und Eistee. Wir hatten dann die Aufgabe, Fragen über diesen Ort zu beantworten, es war eine Art Rätsel.

Als wir in der Kambly-Fabrik ankamen, roch es so fein. In Dreiergruppen durften wir in den Verkaufsraum. Als Dorentina, Patricia und ich an der Reihe waren, sagte uns Frau Rauber, dass wir alle Kekse, die in Plastikschalen lagen, probieren und essen durften. Das haben wir natürlich auch gemacht! Ich hatte fast einen Zuckerschock. Ich habe so viel gegessen, mein Bauch war voll, aber jetzt während des Schreibens habe ich wieder Lust und ich möchte mehr davon 🙂 .

Nach dieser süssen Überraschung wanderten wir bis Langnau zurück. Meine Beine und Füsse schrien innerlich nach Hilfe. Aber ich konnte nichts sagen, sonst hätte ich wohl bis bis ins Lagerhaus wandern müssen 😭. In Langnau nahmen wir den Zug nach Signau.

Nun hätten wir Zeit gehabt, uns bereit für die Rückkehr nach Haus zu machen. Aber habe ich es gemacht? Nein 🙂. Habe ich es in der letzten Minute am Freitag gemacht? Ja 🙂.

Tag 5

Freitag war der letzte Tag in Signau. Wir haben gefrühstückt und anschliessend begannen wir, aufzuräumen und zu putzen. Ich war so müde. Viele fragten mich, ob es mir gut gehe. Ich sah aus, wie ein Zombie, weil ich nicht hatte schlafen können 🧟‍♀️. Dann machten wir uns auf dem Weg zu Bahnhof und fuhren nach Hause, nach Affoltern am Albis.

So war unserer Klassenlager, es war sehr cool miteinander 5 Tage verbringen.

3 Antworten auf „Klassenlager in Signau – Bericht von Aresa“

  1. hallo Arena
    Ich finde, euer Klassenlager war sehr cool. Ich habe deine Zeichnung gesehen und wollte sagen, dass du sehr gut zeichnen kannst

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